Dieselskandal: Gerichte in Hessen ächzen unter Last der Verfahren

Frankfurt am Main - Der Diesel-Abgasskandal hat Hessens Gerichten eine Klageflut beschert.

Der Diesel-Abgasskandal beschäftigt die Gerichte in Hessen (Symbolbild).
Der Diesel-Abgasskandal beschäftigt die Gerichte in Hessen (Symbolbild).  © dpa/Marijan Murat

Nach Angaben des Oberlandesgerichts (OLG) in Frankfurt gingen im Jahr 2018 weit mehr als 4000 neue Verfahren bei den neun hessischen Landgerichten ein. Dabei geht es um nicht eingehaltene Fahrzeug-Abgaswerte.

Das OLG sprach von einem landesweiten Anstieg von 650 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Und: "Auch 2019 ist der Trend bisher ungebrochen", sagte OLG-Präsident Roman Poseck.

Wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab, steht allen Landgerichten reichlich Arbeit ins Haus. Das Landgericht Fulda etwa spricht von einer "Klagewelle" und auch das Landgericht in Gießen konstatiert "eine erhebliche Arbeitsbelastung" aufgrund des Diesel-Abgasskandals.

In den meisten Fällen wollen die Kläger eine Rückabwicklung des Fahrzeugkaufs erreichen, wie das OLG berichtete.

Die Bearbeitung der Verfahren sei aufwendig.

Es geht um viele verschiedene Automodelle

Jeder Einzelfall müsse individuell geprüft und gewürdigt werden. Dabei gebe es deutliche Unterschiede.

So gehe es in den Prozessen um viele verschiedene Automodelle und unterschiedliche Grundlagen für die Ansprüche.

Titelfoto: dpa/Marijan Murat

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