Paderborn und Bielefeld im Visier: Umweltzone und Dieselverbot sollen kommen

In Bielefeld ist sich der Experte sicher: Ein Dieselfahrverbot wird kommen!
In Bielefeld ist sich der Experte sicher: Ein Dieselfahrverbot wird kommen!

Bielefeld/Paderborn - Die Diesel-Problematik geht in die nächste Runde: Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) plant Klagen gegen Bielefeld und Paderborn, in denen die Hilfe auf Einhaltung der Stickoxidgrenzwerte pocht.

Erst vor kurzem soll die DUH in beiden Städten angefragt haben, welche Pläne ausgearbeitet werden, um die Grenze zu unterschreiten. Jürgen Resch, Chef der Umwelthilfe, ist sich sicher: In Bielefeld wird es bald ein Fahrverbot für Dieselfahrzeuge geben!

Davon ist er überzeugt, auch wenn die Antworten der Stadt noch nicht final geprüft worden sind. Sicher ist, dass in Bielefeld mit 49 Mikrogramm als auch in Paderborn mit zum Teil 50 Mikrogramm der Stickstoffoxidwert deutlich überstiegen wurde - der Grenzwert beträgt 40 Mikrogramm.

Für den Luftreinhalteplan ist die Bezirksregierung Detmold verantwortlich, die schon Vorschläge erarbeitet hat. So plant die Regierung zum Beispiel einen attraktiveren und emissionsärmeren ÖPNV anzubieten. Ebenso ist eine grüne Umweltzone im Gespräch.

Die DUH prüft aktuell alle Ideen und will Ende Oktober darüber entscheiden, ob sie gegen die Städte Bielefeld und Paderborn klagen wollen. "Das Ergebnis ist insgesamt sehr ernüchternd", sagte Resch der Neuen Westfälischen.

Der Vorschlag den Jahnplatz in Bielefeld einspurig zu machen, sei schlichtweg nicht ausreichend, um unterhalb des Grenzwertes zu kommen. Deshalb ist er sich sicher, dass es in Bielefeld ein Fahrverbot für Diesel der Euronorm 5 und älter geben wird.

Den Bürgermeistern der Städte liegt viel an Lösungen, die bedeuten, dass der Verkehr nicht lahmgelegt wird. "Das sei die Herausforderung", erklärte Pit Clausen (SPD), Oberbürgermeister in Bielefeld.

Die Stadt Paderborn erklärte: "Wir arbeiten sehr zielorientiert mit allen Beteiligten zusammen." Das NRW-Umweltministerium verfolgt andere Ziele: "Wir wollen Fahrverbote unbedingt verhindern", sagte ein Ministeriumssprecher. Im Ministerium will man ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts abwarten.


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