Stoppt der Diesel-Skandal den Ausbau der A100 nach Treptow?

Sofern der Weiterbau weitergeht, könnten Lkw-Fahrverbot, weniger Fahrstreifen oder sogar eine Kürzung des 16. Bauabschnitt (dann nur bis Treptower Park) wären denkbar. (Bildmontage)
Sofern der Weiterbau weitergeht, könnten Lkw-Fahrverbot, weniger Fahrstreifen oder sogar eine Kürzung des 16. Bauabschnitt (dann nur bis Treptower Park) wären denkbar. (Bildmontage)  © DPA (Bildmontage)

Berlin - War es das vorerst mit der A100-Verlängerung zum Treptower Park? Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat beantragt, den Beschluss für den Weiterbau der Stadtautobahn A100 im Zuge der Diesel-Enthüllungen zu revidieren.

Die Berliner Landesgruppe der Umweltschützer argumentiert, der Planfeststellungsbeschluss sei auf Basis falscher Emissionswerte zustande gekommen.

Wie Rechtsanwalt Karsten Sommer gegenüber der Berliner Zeitung anmerkte, könnten die falschen Angaben drastische Folgen haben: "In letzter Konsequenz Baustopp und Rückbau." Somit wäre ein Abriss unausweichlich und rechtlich sogar notwendig.

Der BUND habe deshalb beim Berliner Senat beantragt, das Verfahren wieder aufzunehmen und den Beschluss zu ändern oder aufzuheben, teilte der Umweltverband am Mittwoch mit. Er beruft sich dabei auf neue Referenzwerte des Umweltbundesamtes. Auch Sommer bekräftigt: "Der Senat muss das Planfeststellungsverfahren wieder eröffnen."

Mehrere Automobilhersteller stehen im Verdacht, dass ihre Autos deutlich mehr gesundheitsschädliche Stickoxide ausstoßen als angegeben. "Das gesamte A100-Vorhaben muss noch einmal auf den Prüfstand", hieß es in der Mitteilung des BUND.

Die Senatsverwaltung für Umwelt und Verkehr bestätigte den Eingang eines entsprechenden Antrags. Dieser werde nun geprüft, sagte ein Sprecher.

Titelfoto: DPA (Bildmontage)


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