Dieser Feuerwehrmann macht gerade seinen Doktor

Er bleibt der Feuerwehr treu: Fast-Arzt und Brandoberinspektor-Anwärter Frank Gommlich.
Er bleibt der Feuerwehr treu: Fast-Arzt und Brandoberinspektor-Anwärter Frank Gommlich.

Von Dominik Brüggemann

Dresden - Einmal bei der Feuerwehr, immer bei der Feuerwehr! Diesem einfachen Spruch ist Frank Gommlich (33) gefolgt, obwohl er längst eine wissenschaftliche Karriere eingeschlagen hat und aktuell seine Doktorarbeit im Bereich Mathematik und Informatik zu Ende schreibt.

Der Anwärter zum Brandoberinspektor verzichtet dabei auf viel Geld. In der Ausbildung verdient er nur knapp über 1000 Euro.

„Im Vergleich zu meiner Arbeit an der TU Freiberg ist das ein herber Schnitt. Seitdem ich zehn Jahre alt bin, bin ich bei der freiwilligen Feuerwehr. Jetzt will ich zu den Profis“, so der überzeugte Kamerad.

Andreas Rümpel (56), Leiter des Brand- und Katastrophenschutzamtes, freut’s:

Leiter des Brand- und Katastrophenschutzamtes Andreas Rümpel freut sich über qualifizierte Anwärter.
Leiter des Brand- und Katastrophenschutzamtes Andreas Rümpel freut sich über qualifizierte Anwärter.

„Wir brauchen Quereinsteiger mit Fachwissen, auch im gehobenen Dienst.“

Vor der zweijährigen Ausbildung zum Brandmeister wartet zunächst ein Test auf die Bewerber. Der besteht aus Theorie-, Sport- und Praxisübungen.

„3000 Meter laufen, 100 Meter sprinten, eine Bahn tauchen und schwimmen - die Mindestzeiten orientieren sich am Deutschen Sportabzeichen“, erklärt Sprecher Ralf Schröder (42). Von 161 eingeladenen Bewerbern haben in diesem Jahr nur 44 den Test geschafft, 19 wurden eingestellt.

Im Anschluss folgt die Grundausbildung, dann Praktika bei Feuerwehren. Mitarbeit im Krankenhaus und bei einer Rettungswache stehen auch auf dem Lehrplan. Den Abschluss bildet die Laufbahnprüfung.

Das Ausbildungsgehalt liegt bei knapp unter 1000 Euro.

Fotos: Steffen Füssel,Thomas Türpe


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