Korruption, Erpressung und Betrug: MDR-Skandal kommt vor Gericht

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Dieser Sachse wurde zum Ami-Spitzel

Chemnitz - Am Montag geht der wohl aufsehenerregendste Spitzel-Skandal der Nachkriegsgeschichte zu Ende. Angeklagt ist ein Sachse: Markus R. (32) aus Chemnitz.
Anwalt Klaus Schroth (76) aus Karlsruhe verteidigte schon Top- Spion Rainer Rupp (Deckname „Topas“).
Anwalt Klaus Schroth (76) aus Karlsruhe verteidigte schon Top- Spion Rainer Rupp (Deckname „Topas“).

Von Uwe Blümel

Chemnitz - Am Montag geht der wohl aufsehenerregendste Spitzel-Skandal der Nachkriegsgeschichte zu Ende. Angeklagt ist ein Sachse: Markus R. (32) aus Chemnitz.

Die Anklage liest sich wie ein Agenten-Krimi: BND-Mitarbeiter Markus R. soll insgesamt 218 vertrauliche Dokumente an den US-Geheimdienst CIA verkauft haben.

Der 32-Jährige stammt aus der Nähe von Chemnitz, wo heute noch sein Vater lebt. Im Alter von zwei Jahren erleidet er einen Impfschaden: Seine Feinmotorik ist gestört. Er hat einen Sprachfehler, sieht schlecht.

Als Mitarbeiter mit Behinderung findet R. beim BND in Pullach (bei München) eine Anstellung im mittleren Dienst, verdient weniger als 1500 Euro netto im Monat. Eine erhoffte Beförderung bleibt aus.

Soll unter dem Decknamen „Uwe“ für den CIA gespitzelt haben: Markus R. (32) aus Chemnitz arbeitete in Pullach beim BND.
Soll unter dem Decknamen „Uwe“ für den CIA gespitzelt haben: Markus R. (32) aus Chemnitz arbeitete in Pullach beim BND.

Er ist unterfordert, gelangweilt, sucht Anerkennung. „Das hat mich frustriert“, sagt Markus R. später vor Gericht. Auf der Suche nach einem Nervenkitzel dient er sich im August 2008 dem CIA-Geheimdienst an. Er kopiert Unterlagen, gibt Dokumente auf USB-Sticks weiter.

Darunter auch das Protokoll eines Telefonats zwischen US-Außenministerin Hillary Clinton und UN-Generalsekretär Kofi Annan. Aber auch Papiere aus dem BND-Untersuchungsausschuss im Bundestag, die das Ausspionieren des BND durch die USA belegen.

Das geht fast sieben Jahre gut, in denen Markus insgesamt 95 000 Euro Spionage-Lohn von den Amis kassiert. Das Geld wird oft über tote Briefkästen in Wien, Linz und Salzburg übergeben - wie in einem schlechten Agenten-Thriller.

Ein Teil der Summe lässt er von seinem zurückgezogen lebenden Vater in Chemnitz auf sein Konto einzahlen. „Bei der CIA hat man mich nicht gefragt, welchen Schulabschluss man hat. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass es mir nicht gefallen hat“, erzählt der Chemnitzer.

Doch dann wird er wohl habgierig, bietet seine Spitzeldienste auch den Russen an. Doch weil er die E-Mail an das russische Generalkonsulat in München nicht verschlüsselt, kommt ihm der BND auf die Schliche. Der fängt die Mail ab, nimmt mit dem Bundeskriminalamt Ermittlungen auf.

Markus R.s Verteidiger vorm Oberlandesgericht München ist Rechtsanwalt Klaus Schroth (76). Er bezeichnet seinen Mandanten als zurückhaltend und scheu: „Ein Gutachter attestierte ihm eine leicht unterdurchschnittliche Intelligenz.“ Die Staatsanwaltschaft fordert 10 Jahre Haft wegen Hochverrats.

„Zu hoch. Ich plädiere auf deutlich unter 10 Jahre“, sagt Schroth, der morgen sein Schluss-Plädoyer vor dem Oberlandesgericht München hält. „Die Bündnispartner wussten ohnehin schon viel von dem, was da berichtet wurde.“

Hat sich auch Markus R.s Vater in Chemnitz strafbar gemacht, der den Spion-Lohn vom Sohn einzahlte? Schroth: „Wenn ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wurde, wird es wohl jetzt nicht weiter verfolgt werden.“

Morgen wird das Schluss-Plädoyer verlesen. Am Donnerstag soll das Urteil gesprochen werden.

Ausspähen unter Freunden geht doch!?

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Der seit November 2015 laufende Prozess sorgte auch für Verwicklungen auf diplomatischem Parkett. Bundeskanzlerin Angela Merkel (61) sagte zwar: „Ausspähen unter Freunden, das geht gar nicht.“

Doch Informant Markus R. lieferte auch das BND-Auftragsprofil an den US-Auslandsgeheimdienst.

Daraus soll hervorgehen, dass zum Beispiel auch die Türkei als Aufklärungsziel gilt. Die Brisanz der weitergegebenen Dokumente will Markus R. nicht erkannt haben.

Fotos: Imago, Colourbox, dpa

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