Dresdner Busunglück kommt vor kein deutsches Gericht

Der Kleinbus wurde bei dem Aufprall komplett zerstört.
Der Kleinbus wurde bei dem Aufprall komplett zerstört.

Dresden - Der Strafprozess um das schwere Busunglück mit elf Toten vor einem Jahr auf der Autobahn A4 soll in Polen stattfinden.

Die Staatsanwaltschaft Dresden habe ein entsprechendes Rechtshilfeersuchen gestellt, sagte ein Sprecher am Sonntag auf Anfrage und bestätigte einen Bericht des Senders Radio Dresden.

Begründet wurde der Schritt damit, dass der beschuldigte Busfahrer und die meisten Unglücksopfer aus dem Nachbarland stammten.

Sollten die dortigen Behörden den Fall nicht übernehmen, werde in Dresden Anklage gegen den Busfahrer erhoben.

Dem 45-Jährigen werden Gefährdung des Straßenverkehrs und fahrlässige Tötung vorgeworfen. Nach Überzeugung der Ermittler war er damals übermüdet gewesen.

Der polnische Reisebus war in der Nacht zum 19. Juli 2014 auf einen anderen Bus aufgefahren. Nach der Kollision war der Doppeldecker über die Autobahn geschleudert und hatte die Leitplanken durchbrochen.

Das Fahrzeug rammte auf der Gegenfahrbahn einen Kleinbus, stürzte eine Böschung hinunter und überschlug sich. Fünf Frauen und sechs Männer starben. 68 Menschen wurden verletzt, knapp 40 von ihnen schwer.

Der Fahrer soll übermüdet gewesen sein - u. a. wird ihm jetzt fahrlässige Tötung vorgeworfen.
Der Fahrer soll übermüdet gewesen sein - u. a. wird ihm jetzt fahrlässige Tötung vorgeworfen.

Fotos: Roland Halkasch/dpa


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