Wieder ein Brand! Wie gefährlich sind Solardächer?

Verkohlte Solarfelder auf dem Dach des Hauses in Markneukirchen - gab es hier einen Kurzschluss?
Verkohlte Solarfelder auf dem Dach des Hauses in Markneukirchen - gab es hier einen Kurzschluss?

Von Ronny Licht

Markneukirchen - Werden Solaranlagen auf den Dächern zur Gefahr für die Häuslebesitzer der Region? Schon wieder ist ein Dachstuhl abgefackelt, auf dem eine Photovoltaik-Anlage (für Strom) installiert war.

Diesmal brannte es in Markneukirchen. Gegen 13 Uhr stiegen Rauchsäulen aus dem Dach eines Zweifamilienhauses. Die angerückte Feuerwehr konnte den Brand nach etwa 30 Minuten löschen.

Verletzt wurde niemand, am Haus entstanden rund 50000 Euro Schaden. Die Polizei prüft jetzt auch, ob ein Kurzschluss in der Solaranlage das Feuer auslöste.

Diese Vermutung gab es bereits am Dienstag in Marienberg: Auch hier brannte der Dachstuhl eines Wohnhauses mit Solaranlage aus, auch in diesem Fall wird ein Kurzschluss in der Technik vermutet.

Ist die beliebte Technik eine Gefahr?

Karsten Pfau (48) ist Geschäftsführer der Chemnitzer Firma „LST“, der Elektromeister verbaut mit seinen Kollegen seit rund 15 Jahren Solaranlagen. Er rät den Hausbesitzern: „Wenn man Qualität kauft, passiert eigentlich nichts. Aber es sind normale technische Anlagen wie überall, da kann auch mal was geschehen.“

Grundsätzlich ist er von der Technik überzeugt: „Eigentlich sind solche Anlagen eine sichere und lukrative Sache.“

Die Feuerwehr löschte das brennende Dach.
Die Feuerwehr löschte das brennende Dach.

Fotos: Igor Pastierovic


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