Hilferuf eines Vaters aus Aleppo rührt Millionen zu Tränen

Abdulkafi Alhamdo, ein Lehrer aus Aleppo, bewegt Millionen mit seinen Worten auf FAcebook.
Abdulkafi Alhamdo, ein Lehrer aus Aleppo, bewegt Millionen mit seinen Worten auf FAcebook.  © Screenshot/Facebook

Aleppo - Dieses Video geht tief unter die Haut! Es braucht nur wenige Worte, um die Situation für die verbliebenen Menschen in Aleppo zu begreifen.

Ein Lehrer stellte vor wenigen Tagen dieses berührende Video auf Facebook. Seither wurde es schon über 24 Millionen Mal angeschaut.

Abdulkafi Alhamdo (Lehrer in Aleppo) sagte das Folgende:

"Assads Militär ist ungefähr 300 Meter entfernt.
Kein Ort mehr da, wo man hinkönnte.
Es sind die letzte Tage.
Ich hoffe wirklich, Ihr könnt irgendetwas tun für die Menschen von Aleppo.
Für meine Tochter,
Für andere Kinder.

Ich hoffe, Ihr könnt etwas tun,
um das zu erwartenden Massaker zu stoppen.
Ich glaube nicht mehr an die Vereinten Nationen,
nicht mehr an die internationale Gemeinschaft.

Ich glaube auch nicht, dass all sie unzufrieden sind mit dem, was hier passiert.
Sie sind zufrieden ("satisfied"), dass wir ermordet werden.
Russland möchte nicht, dass wir hier lebend rauskommen.
Sie wollen uns tot sehen.
Assad ebenso.

Gestern gab es unzählige Feiern auf der anderen Seite von Aleppo.
Sie feierten auf unseren Leichen.
Das ist in Ordnung, so ist das Leben.
Aber am Ende wissen wir alle (tiefes Seufzen).

Wir waren freie Menschen.
Wir wollten Freiheit.
Wir wollten nichts als Freiheit.
Ich hoffe, Ihr erinnert Euch (einst) an uns!
Ich weiß es nicht... Danke sehr..."

Ratspräsident Donald Tusk.
Ratspräsident Donald Tusk.  © Imago

"Aleppo ist inzwischen ein Synonym für Hölle", sagte der scheidende UN-Generalsekretär Ban Ki Moon bei seiner letzten Pressekonferenz am Freitag in New York über den Konflikt in Syrien und die Situation in der umkämpften Stadt Aleppo.

Angesichts der Kriegsgräuel will die EU alle verfügbaren diplomatischen Kanäle nutzen, um die Not der Menschen zu lindern. "Uns ist das Leiden nicht egal", sagte Ratspräsident Donald Tusk. Ziel seien humanitäre Korridore in das zerstörte Ost-Aleppo, freier Zugang für Helfer und eine Evakuierung unter internationaler Aufsicht.

Tusk gestand allerdings ein, dass "wir nicht so effektiv sind, wie wir es gerne wären". Er hatte den Bürgermeister von Ost-Aleppo zum Gipfel geladen, um "die Stimme der Menschen von Aleppo zu hören, zumindest auf diese symbolische Weise". Merkel nannte dessen Bericht sehr deprimierend.

Im Dauerstreit über die EU-Asylpolitik kamen die Staats- und Regierungschefs kaum voran. Tusk räumte ein: "Wir wissen, dass noch mehr zu tun ist."

Merkel hatte schon zu Beginn klargestellt, dass sie verstärkt auf den Kampf gegen Menschenschlepper und gegen die Fluchtursachen setzt. Die Debatte soll nach Tusks Worten beim informellen EU-Gipfel auf Malta im Februar fortgesetzt werden.

Titelfoto: Screenshot/Facebook


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