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Hannes Hegen†. Der Vater der Digedags ist tot

Berlin/Dresden - Traurige Nachricht für alle Fans der Digedags. Der Vater des beliebtesten DDR-Comics, Hannes Hegen, ist gestorben.
Hannes Hegen verstarb im Alter von 89 Jahren.
Hannes Hegen verstarb im Alter von 89 Jahren.

Von Heiko Nemitz und Jörg Schulz

Berlin/dresden - "Bleibt uns ja vom Halse, der Sultan hat schon genug Steuern von uns bekommen", so begann 1955 das erste Digedags Heft. Es war vom Start an begehrt und sofort Mangelware und Sammlerstück!

Nun ist Johannes Hegenbarth alias Hannes Hegen ist tot. Wie erst jetzt bekannt wurde, starb der Schöpfer der Comic-Zeitschrift "Mosaik" am Sonnabend im Alter von 89 Jahren in Berlin.

Das teilte der Lehmstedt-Verlag mit. Der "Mosaik"-Erfinder ließ seine Figuren Reisen in die ferne Welt machen - auf humorvolle Art, was besonders DDR-Bürger schätzten.

Die drei kleinen Helden Dig, Dag und Digedag durften nach Amerika und in den Orient. Die Leser - Kinder und Erwachsene in der DDR - nicht.

Hannes Hegen starb bereits am 8. November, wie der Verleger Mark Lehmstedt am Donnerstag in Leipzig mitteilte.

Hegen habe zuletzt seit einem schweren Sturz in einem Pflegeheim gelebt.

Von 1948 bis 1951 hatte Johannes Hegenbarth - so der richtige Name des Comic-Schöpfers - an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst studiert.

Die drei belibten Comic-Helden der Mosaik-Hefte aus Hegens Hand.
Die drei belibten Comic-Helden der Mosaik-Hefte aus Hegens Hand.

Nebenher fertigte er für die satirische Zeitschrift "Frischer Wind", aus dem der "Eulenspiegel" hervorging, Hunderte Karikaturen. 1955 gründete er schließlich unter seinem Künstlernamen Hannes Hegen die Zeitschrift "Das Mosaik".

Das erste Heft erschien am 23. Dezember 1955 und war (wie in der Folge immer) sofort vergriffen. Denn: Hegens drei pfiffige Helden verbreiten keine sozialistische Propaganda, sondern führen den Leser rund um die Welt und in die unterschiedlichsten Zeitepochen.

"Mit zunächst zwei, später mehr als zehn Mitarbeitern schuf er in seinem Atelier in Berlin-Karlshorst die bedeutendsten Comic-Serien der DDR", berichtete Lehmstedt. "Obwohl die Auflage mehr als 600.000 Stück betrug, konnte die Nachfrage nie befriedigt werden."

Nach 20 Jahren kam es aber zum Bruch mit dem FDJ-Verlag Junge Welt in Berlin. Hegen hörte 1975 auf und zog sich ins Privatleben zurück. Mit Ausgabe 223 war die Reise der Digedags zu Ende. Sie wurden von den Abrafaxen abgelöst.

Machen auch als Spielzeug eine gute Figur - Dig, Dag und Digedag.
Machen auch als Spielzeug eine gute Figur - Dig, Dag und Digedag.

Hegen, der ein Stück DDR-Geschichte mitgeschrieben hat, lebte zurückgezogen und mied die Öffentlichkeit. Vor zwei Jahren besuchte er aber eine große "Digedags"-Schau im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig.

Diesem hatte er 2009 sein Archiv übergeben. Tausende Zeichnungen, Skizzen und Entwürfe wurden dort seither aufbereitet. Vom großen Erfolg der Schau - sie lockte mehr als 70.000 Besucher an - zeigte sich Hegenbarth damals überrascht: "Ich hätte nicht vermutet, dass es einen so großen Zuspruch gibt."

Das Ende der Digedags hat er bis zum Schluss nie ganz verwunden. "Natürlich schmerzt es mich, wenn Nachahmer das Konzept übernehmen und in ähnlicher Weise weitererfinden", sagte er in Leipzig.

Das "Mosaik" mit den Abfrafaxen gibt es bis heute. "Was soll ich dazu sagen?" meinte Hegen. Bei seinem Abschied vom "Mosaik" 1975 hätten noch zahlreiche Pläne für weitere Abenteuer in der Schublade gelegen.

Nach 1990 erlebten die alten Hefte mit Nachdrucken, Buchausgaben und Sammlereditionen eine Renaissance.

Der öffentlichkeitsscheue Hegenbarth hatte zuletzt Ende September die Eröffnung der bis März laufenden Mosaik-Sonderausstellung im Verkehrsmuseum Dresden besucht.

Die Schauspielerin Wolke Hegenbarth (34), die u.a. 2008 den Dresdner SemperOpernball moderierte, ist übrigens eine Verwandte von Hannes Hegen.

Das Dresdner Verkehrsmuseum präsentiert bis zum 1. März 2015 eine neue Sonderausstellung zu den Digedags.

Sie dokumentiert die Anfänge der DDR-Comiczeitschrift "Mosaik" und das scheinbar plötzliche Ende der Digedags. Zu sehen sind rund 750 Objekte, darunter 250 Originalzeichnungen, Entwürfe, Vorlagen und Modelle.

Fotos: Petra Hornig, dpa; dapd; Montage: MOPO24

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