Darum leidet Deine Psyche unter zu viel Weihnachtsmusik
Neu
Möchtegern-Krieger wollen Musikvideo drehen: Polizei sichert ihre AK47
Neu
Panik in London! Berichte von Schüssen in Oxford Street
Neu
Update
235 Tote bei Moschee-Anschlag in Ägypten
Neu
Hast Du Lust, bei uns mitzumachen?
88.334
Anzeige
385

Hannes Hegen†. Der Vater der Digedags ist tot

Berlin/Dresden - Traurige Nachricht für alle Fans der Digedags. Der Vater des beliebtesten DDR-Comics, Hannes Hegen, ist gestorben.
Hannes Hegen verstarb im Alter von 89 Jahren.
Hannes Hegen verstarb im Alter von 89 Jahren.

Von Heiko Nemitz und Jörg Schulz

Berlin/dresden - "Bleibt uns ja vom Halse, der Sultan hat schon genug Steuern von uns bekommen", so begann 1955 das erste Digedags Heft. Es war vom Start an begehrt und sofort Mangelware und Sammlerstück!

Nun ist Johannes Hegenbarth alias Hannes Hegen ist tot. Wie erst jetzt bekannt wurde, starb der Schöpfer der Comic-Zeitschrift "Mosaik" am Sonnabend im Alter von 89 Jahren in Berlin.

Das teilte der Lehmstedt-Verlag mit. Der "Mosaik"-Erfinder ließ seine Figuren Reisen in die ferne Welt machen - auf humorvolle Art, was besonders DDR-Bürger schätzten.

Die drei kleinen Helden Dig, Dag und Digedag durften nach Amerika und in den Orient. Die Leser - Kinder und Erwachsene in der DDR - nicht.

Hannes Hegen starb bereits am 8. November, wie der Verleger Mark Lehmstedt am Donnerstag in Leipzig mitteilte.

Hegen habe zuletzt seit einem schweren Sturz in einem Pflegeheim gelebt.

Von 1948 bis 1951 hatte Johannes Hegenbarth - so der richtige Name des Comic-Schöpfers - an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst studiert.

Die drei belibten Comic-Helden der Mosaik-Hefte aus Hegens Hand.
Die drei belibten Comic-Helden der Mosaik-Hefte aus Hegens Hand.

Nebenher fertigte er für die satirische Zeitschrift "Frischer Wind", aus dem der "Eulenspiegel" hervorging, Hunderte Karikaturen. 1955 gründete er schließlich unter seinem Künstlernamen Hannes Hegen die Zeitschrift "Das Mosaik".

Das erste Heft erschien am 23. Dezember 1955 und war (wie in der Folge immer) sofort vergriffen. Denn: Hegens drei pfiffige Helden verbreiten keine sozialistische Propaganda, sondern führen den Leser rund um die Welt und in die unterschiedlichsten Zeitepochen.

"Mit zunächst zwei, später mehr als zehn Mitarbeitern schuf er in seinem Atelier in Berlin-Karlshorst die bedeutendsten Comic-Serien der DDR", berichtete Lehmstedt. "Obwohl die Auflage mehr als 600.000 Stück betrug, konnte die Nachfrage nie befriedigt werden."

Nach 20 Jahren kam es aber zum Bruch mit dem FDJ-Verlag Junge Welt in Berlin. Hegen hörte 1975 auf und zog sich ins Privatleben zurück. Mit Ausgabe 223 war die Reise der Digedags zu Ende. Sie wurden von den Abrafaxen abgelöst.

Machen auch als Spielzeug eine gute Figur - Dig, Dag und Digedag.
Machen auch als Spielzeug eine gute Figur - Dig, Dag und Digedag.

Hegen, der ein Stück DDR-Geschichte mitgeschrieben hat, lebte zurückgezogen und mied die Öffentlichkeit. Vor zwei Jahren besuchte er aber eine große "Digedags"-Schau im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig.

Diesem hatte er 2009 sein Archiv übergeben. Tausende Zeichnungen, Skizzen und Entwürfe wurden dort seither aufbereitet. Vom großen Erfolg der Schau - sie lockte mehr als 70.000 Besucher an - zeigte sich Hegenbarth damals überrascht: "Ich hätte nicht vermutet, dass es einen so großen Zuspruch gibt."

Das Ende der Digedags hat er bis zum Schluss nie ganz verwunden. "Natürlich schmerzt es mich, wenn Nachahmer das Konzept übernehmen und in ähnlicher Weise weitererfinden", sagte er in Leipzig.

Das "Mosaik" mit den Abfrafaxen gibt es bis heute. "Was soll ich dazu sagen?" meinte Hegen. Bei seinem Abschied vom "Mosaik" 1975 hätten noch zahlreiche Pläne für weitere Abenteuer in der Schublade gelegen.

Nach 1990 erlebten die alten Hefte mit Nachdrucken, Buchausgaben und Sammlereditionen eine Renaissance.

Der öffentlichkeitsscheue Hegenbarth hatte zuletzt Ende September die Eröffnung der bis März laufenden Mosaik-Sonderausstellung im Verkehrsmuseum Dresden besucht.

Die Schauspielerin Wolke Hegenbarth (34), die u.a. 2008 den Dresdner SemperOpernball moderierte, ist übrigens eine Verwandte von Hannes Hegen.

Das Dresdner Verkehrsmuseum präsentiert bis zum 1. März 2015 eine neue Sonderausstellung zu den Digedags.

Sie dokumentiert die Anfänge der DDR-Comiczeitschrift "Mosaik" und das scheinbar plötzliche Ende der Digedags. Zu sehen sind rund 750 Objekte, darunter 250 Originalzeichnungen, Entwürfe, Vorlagen und Modelle.

Fotos: Petra Hornig, dpa; dapd; Montage: MOPO24

AfD überrascht im Bundestag mit völlig anderem Verhalten als erwartet
Neu
Darum stand auf einmal ein Klavier in der Fußgängerzone
Neu
Entdecke Deine Freiheit! Diese Gemeinschaft hilft Dir dabei.
16.919
Anzeige
Mutter getötet: Jetzt muss der Sohn in die Psychiatrie
Neu
Nacktes Paar hat Sex während der Autofahrt: Unfassbar, wer hinten saß!
Neu
Ex-Bundesliga-Star Ailton: Nur einer ist besser als Timo Werner
Neu
Kriminalitätsanstieg! Polizei-Kontrollen an Flüchtlingszentrum werden verstärkt
Neu
Einfach traurig: Kleiner Braunbär musste sterben
Neu
Zu wenig Polizeischutz? Morddrohungen gegen Anti-Höcke-Aktivisten
Neu
Mann köpft Welpen der Freundin und geht auf sie los!
Neu
Häufiger als gedacht: So schnell passieren Sexunfälle im Alltag
91.854
Anzeige
Beim Spazierengehen im Wald auf grausigen Fund gestoßen
Neu
Versuchte Tötung in Alt-Sachsenhausen: 5000 Euro für Hinweise
Neu
Eintracht-Anhänger bei Krawallen in England festgenommen
Neu
Toter und Schwerverletzter nach Geisterfahrt auf Autobahn
Neu
Polizeieinsatz! Student droht mit Amoklauf
1.618
Männer pinkeln auf Gleise und werden fast von Güterzug erfasst
52
Fans voller Wut wegen dieses Urlaubs-Pics von Sarah Lombardi
11.273
Fußball-Profi während der Geburt seiner Tochter bestohlen
176
Top oder Flop? Gerüchte um neues Album der Spice Girls
191
Nach mindestens 50 Straftaten klicken nun die Handschellen
178
Messermann löst Polizeieinsatz in Innenstadt aus
178
Gießener Ärztin wegen Abtreibungswerbung für schuldig gesprochen
65
Schock! Statt Schuhen wird Sperma geliefert
860
Oh, Du Schande! Mindestens 450 Christbäume zerstört
1.604
"Lindenstraße"-Ärztin kollabiert in "Sachsenklinik"
3.166
Nach Rassismus-Vorwürfen: Drag-Queen fordert erneut Abschiebung
1.573
Jetzt sollen SPD-Mitglieder über GroKo abstimmen
939
Vater bei Hooligan-Schlacht Genick gebrochen
5.206
Einbrecher legt Schrauben in Weihnachtsplätzchen
127
Frau soll von Flüchtlingen sexuell belästigt worden sein, doch jetzt wendet sich das Blatt
5.422
Terrorangst: Berlin rüstet seine Weihnachtsmärkte auf
178
Obdachloser hilft Frau aus der Patsche und ist jetzt reich
2.596
Hier erfüllen zwei Sanitäter einer todkranken Frau ihren letzen Wunsch
5.535
DFB zieht die Reißleine! Regionalliga-Projekt mit U20 von China auf Eis gelegt
1.978
Totschlag an Reeva Steenkamp: Haftstrafe von Oscar Pistorius mehr als verdoppelt
2.760
Eskalation bei Chemie und Lok Leipzig: So schmuggelten Hools Pyro ins Stadion
9.944
Tegel-Offenhaltung dank Baumängel am BER wieder Thema
116
Heftiger Crash bei Dresden: Müll-Laster von Güterzug zerfetzt
14.184
Youtube-Star Katja Krasavice: So schlüpfrig ist ihr Song wirklich
2.390
Nacktprotest: Darum zieht dieser junge Politiker blank
1.076
Er öffnete die Wohnungstür, jetzt liegt er mit schweren Kopfverletzungen im Krankenhaus
2.538
Machen Aktivisten jetzt Jagd auf Björn Höcke?
5.192
Schwanger ohne Sex! Wie kann das sein?
6.480
Sarah Knappik hat Rolle in bekannter Hollywood-Filmreihe ergattert
1.786
"Wie eine Entbindung": Glööckler macht sich nackig
1.573
Hat dieser ehemalige Fußball-Nationalspieler seinem Sohn bei Drogendeals geholfen?
1.573
Briefe von Köchin aufgetaucht: Das war Hitlers Henkersmahlzeit
9.716
Riesenschock für Rihanna! Darum droht in ihrer Familie jetzt Zoff
928
Schock! Pakistanischer Islamist wieder auf freiem Fuß
1.963
Neid! Diese Frau hat den geilsten Job der Welt
2.839
Anschlag auf Flüchtlingsheim: Angeklagter kommt mit Bewährung davon
765
Verdächtiger Gegenstand am Flughafen Berlin-Schönefeld
1.063
Update
Fall Maddie: Jetzt spricht die mysteriöse Frau aus Osteuropa
23.052