Digitale Verwaltung: Sachsens Städte gründen IT-Firma

Dresden - Gewerbeanmeldungen, Heiratsurkunden, Führerscheinanträge - um den Bürgern bald eine digitale Verwaltung bieten zu können, wollen Sachsens Kommunen eine eigene IT-Firma gründen.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (43, CDU) will Sachsens Kommunen bei der Digitalisierung ihrer Verwaltung helfen.
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (43, CDU) will Sachsens Kommunen bei der Digitalisierung ihrer Verwaltung helfen.  © DPA

Die für Digitalisierung zuständigen Fachbürgermeister der drei sächsischen Großstädte trafen sich jetzt gemeinsam mit den Geschäftsführern des Städte- und Gemeindetages sowie des Landkreistages zum IT-Gipfel bei Ministerpräsident Michael Kretschmer (43, CDU).

Top-Thema: Wie schaffen es Sachsens Kommunen, bis spätestens 2022 sämtliche Verwaltungsleistungen von der Beantragung der Geburts- bis zur Erstellung der Sterbeurkunde online verfügbar zu machen?

Die sächsische Lösung heißt KOMM24 - eine kommunale IT-Gesellschaft, die das Projekt managen soll. Am 1. Juli soll sie gegründet werden - als Gemeinschaftsprojekt der Städte Dresden, Leipzig und Chemnitz. Die kleineren Kommunen sind über den Zweckverband Kommunale Informationsverarbeitung (KISA) und der Freistaat über die Anstalt für kommunale Datenverarbeitung (SAKD) mit an Bord.

"Für die ersten 18 Monate plant die neue GmbH die Umsetzung von circa 60 digitalen Bürgerservices“, kündigte der Wilsdruffer Bürgermeister Ralf Rother (47, CDU) in seiner Funktion als KISA-Vorsitzender an. Der Freistaat stellt dafür 2019 und 2020 je drei Millionen Euro Startkapital bereit.

Auch Urkunden des Standesamtes sollen künftig online geordert werden können.
Auch Urkunden des Standesamtes sollen künftig online geordert werden können.  © Imago

Mehr zum Thema Sachsen:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0