Riesiger Andrang: So sehr vermissen die Berliner ihren Dinosaurier

Berlin – Gebrochenes Herz im Naturkundemuseum: Das Skelett des Tyrannosaurus Rex wird schmerzlich vermisst. Zehntausende besuchten Tristan Otto vor seiner Dänemark-Reise.

Tristan Otto geht nach Kopenhagen.
Tristan Otto geht nach Kopenhagen.  © Jordan Raza/dpa

"Und so schreitet er von dannen... Wir bedanken uns bei 25.000 Besuchenden, die Tristan Otto bei freiem Eintritt von Freitagabend bis Sonntagabend ihre Abschiedsgrüße übermittelt haben!", schreibt das Berliner Naturkundemuseum auf seiner offiziellen Facebookseite.

Die Betreiber bedanken sich zudem "für die Geduld all jener, die bei winterlichen Temperaturen vor dem Museum Schlange standen. Wir sind sehr froh, dass am Ende alle, die anstanden, Tristan auch Lebewohl sagen konnten."

Versehen mit dem Emoji eines gebrochenen Herzens verabschiedet sich das Naturkundemuseum von seinem Publikumsmagnet mit den Worten: "Komm heile wieder, Großer! Berlin wird dich vermissen."

Tristan Otto war an seinem letzten Wochenende in der Hauptstadt einem gehörigen Blitzlichtgewitter ausgesetzt. Denn viele machten noch ein Foto von oder ein Selfie mit ihm. Bis zur nächsten Straßenecke reichte die Schlange, die sich vor dem Gebäude bildete. Kein Wunder, denn der Eintritt war ausnahmsweise kostenlos, damit so viele wie möglich dem Dinosaurier die letzte Ehre erweisen konnten.

Eine Frau schreibt bei Facebook: "Als ich ihn das erste Mal sah, wusste ich, wie sich Ehrfurcht anfühlt. Ein Wahnsinnsgefühl!" Eine andere berichtet: "Wir waren auch da. Ein tolles Gefühl, ihn nochmal zu sehen. Er wird Berlin für lange Zeit fehlen." Ein Fan des gefräßigen Riesen baute sogar eine Miniatur-Version von ihm nach.

Wie das Naturkundemuseum mitteilt, wird er vorerst nicht ersetzt. Denn der Saal werde im Rahmen laufender Baumaßnahmen renoviert. Das Skelett des T-Rex wird nun nach Kopenhagen überliefert. Man rechnet damit, dass er im Jahr 2021 wieder zurück an die Spree kommt.


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