Doch nicht so beliebt: SPD-Politiker hat bei Instagram-Abonnenten getrickst

Hamburg - Wie schwer es ist, auf Instagram, Facebook & Co. neue Follower zu bekommen, weiß jeder, der dort unterwegs ist. Mit den Abonnenten wächst auch das Ansehen. Da ist die Verlockung zu schummeln, manchmal sehr groß.
Der SPD-Fraktionsvorsitzende Dirk Kienscherf hat sich auf Instagram Abonnenten gekauft.
Der SPD-Fraktionsvorsitzende Dirk Kienscherf hat sich auf Instagram Abonnenten gekauft.  © dpa/Christian Charisius

Dieser Versuchung soll Dirk Kienscherf (53) Anfang des Jahres erlegen sein.

Wie die Bild berichtet, hat sich der SPD-Fraktionsvorsitzende in der Hamburgischen Bürgerschaft auf Instagram neue Follower gekauft.

Auf Bild-Nachfrage gab er zu, dafür 50 Euro ausgegeben zu haben.

Inzwischen hat er die falschen Freunde offenbar gelöscht.

Von rund 4300 Abonnenten sind nur noch etwa 370 übrig.

50 Euro für 4000 Follower - da war die Versuchung zu schummeln offenbar sehr groß.

Kann man ja mal ausprobieren, um Beliebtheit vorzutäuschen. Doch der Schwindel flog auf.

Statt zwischen 20 und 50 Likes gab es seit Anfang Januar mehrere Hundert Herzen für Beiträge und die Anzahl der Follower wuchs rasant.

Die Konten hatten aber auffällig wenig Fotos und kaum Follower, stammten größtenteils aus Südamerika und Asien, wo sich die wenigsten Menschen wohl für sozialdemokratische Politik in Hamburg interessieren dürften.

Denn die Fotos auf seinem Instagram-Profil zeigen Kienscherf häufig auf Gruppenbildern, meistens geht es dabei um stadtpolitische Themen, manchmal sind Hamburg-Impressionen zu sehen, ganz selten postet Kienscherf Privates.

Auf einer Plattform wie Instagram treffen solche Beiträge auf nur wenig Interesse. Nachzuhelfen, mag zwar naheliegen, doch Fake-Profile als Abonnenten zu kaufen, ist sicher der falsche Weg.

Titelfoto: dpa/Christian Charisius

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