Unions Präsident Zingler gibt Versprechen für den Aufstieg in die Bundesliga!

Berlin - Der 1. FC Union Berlin hat große Pläne. Präsident Dirk Zingler verspricht im Interview mit der "Bild" den Aufstieg in die Bundesliga und gibt nebenbei interessante Zukunftsvisionen, in der Berlin-Köpenick der Mittelpunkt der Hauptstadt werden kann.

Union-Präsident Dirk Zingler will schnellstmöglich in die Bundesliga aufsteigen.
Union-Präsident Dirk Zingler will schnellstmöglich in die Bundesliga aufsteigen.  © DPA

Immer wieder werden aus Berlin-Köpenick ambitionierte Ziele formuliert. Der Wunsch in die Top-20 des deutschen Fußballs vorzurücken, ist omnipräsent.

Auf die Frage, wo der 1. FC Union Berlin in fünf Jahren stehen würde, antwortete Zingler: "Wir spielen in der ersten Liga oder waren in den zurückliegenden Jahren mindestens eine Saison in der Bundesliga."

Somit verspricht der Präsident seinen Fans den Aufstieg ins Oberhaus. Auch anderen Bereichen, abseits des Platzes, würde der Aufstieg gut tun.

Trotzdem sind Unions Ziele rein sportlich, nicht wirtschaftlich: "Unser Streben ist, sportlich erfolgreich zu sein, besser organisiert zu sein, besser und effizienter Erträge zu erwirtschaften." Das Wachstum des Vereins ist einhergehend mit sportlichem Erfolg.

Der Start des Stadionausbaus sei auch nur eine Frage der Zeit. "Überall, wo du Genehmigungen von der öffentlichen Hand brauchst, musst du dich auf längere Abläufe einstellen." Union meldet oft ausverkauft und stoßt an Grenzen, bei Zuschauerzahlen, oder auch in der Zahl an Businessbereichen.

Der Verein würde beim geplanten Stadionausbau wirtschaftlich in der anderer Liga spielen. Zingler: "Er hebt uns in andere Dimensionen." Wie viel Wachstums-Potenzial der Verein hat, wird erst nach dem Ausbau einzuschätzen sein.

Sehen die Fans bald in der ausgebauten Alten Försterei Bundesliga-Fußball?
Sehen die Fans bald in der ausgebauten Alten Försterei Bundesliga-Fußball?  © DPA

Der Bezirk wird vom Bauvorhaben ebenfalls profitieren, ist sich Zingler sicher.

"Die Stadionerweiterung geht einher mit dem Start des BER. Und wenn der erstmal fliegt, wird sich die Ausrichtung der Stadt Berlin stärker in den Süd-Osten verlagern. Ob Messen, Business-Tagungen – der ganze Süd-Osten ist im Kommen. Köpenick ist im Kommen. Wenn sich verkehrliche Dinge und Hotelangebote verbessern, wird dieser Standort eine Erfolgsstory."

Die Konkurrenz aus Berlin-Charlottenburg will in den nächsten Jahren auch in andere wirtschaftliche Regionen vorstoßen.

Bei Hertha BSC läuft die Suche nach einem Investor auf Hochtouren. Anders Union. Die Eisernen wollen keinen Investor mit ins Boot nehmen.

Es würde nicht dem "Wertekorridor" entsprechen und wäre den Mitgliedern schwer zu erklären.

Zusammengefasst beurteilt Zingler: "Ich denke, wir würden die Bundesliga bereichern. Je bunter das Angebot ist, desto interessanter wird der deutsche Fußball insgesamt."

Ein weiteres Versprechen wird die Fans beruhigen, denn der Verkauf der Stadionnamensrechte stehen nicht zur Debatte

Klare Kante zeigt Zingler auch in puncto Transfers mit Retorten-Verein RB Leipzig. "Gewisse sportliche Entscheidungen sind nicht zu treffen, weil sie unseren Menschen, unseren Mitgliedern nicht vermittelbar sind. Warum sollten wir uns darüber hinwegsetzen?"

Der sportliche Erfolg wird entscheidend sein für das weitere Wachstum des Vereins. Ob Union schon bundesligareif ist, müssen die Eisernen in der Rückrunde zeigen. Momentan steht das Team auf Platz vier und würde wie die Jahre zuvor Zinglers Traum vom Aufstieg nicht erfüllen.

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