Diskussion im City-Ausschuss: Wohin mit dem Schlagermove?

Hamburg - Eine mögliche Verlagerung des Schlagermoves weg aus St. Pauli hat am Dienstag den City-Ausschuss der Bezirksversammlung in Hamburg-Mitte beschäftigt.

Der City-Ausschuss der Bezirksversammlung in Hamburg-Mitte diskutiert: Muss der Schlagermove raus aus St.Pauli?
Der City-Ausschuss der Bezirksversammlung in Hamburg-Mitte diskutiert: Muss der Schlagermove raus aus St.Pauli?  © DPA

Der Veranstalter des Umzugs, an dem in den vergangenen Jahren jeweils zwischen 350.000 und 500.000 Schlager-Fans teilnahmen, stellte dabei in einer öffentlichen Anhörung vier mögliche Alternativrouten vor, die ihm von Bezirkspolitikern der SPD und der Grünen vorgeschlagen worden waren.

Hintergrund sind die Belastungen der Bewohner St. Paulis durch die Großveranstaltung (TAG24 berichtete). Der Schlagermove findet bereits seit 22 Jahren in dem Amüsierviertel statt. Viele feiern die Parade als den "Karneval des Nordens".

Neben einem reinen Rundkurs um das Heiligengeistfeld, einer Umrundung der Binnenalster oder des Michels nebst Portugiesenviertel wurde auch eine Verlagerung zum Großmarktgelände diskutiert.

In allen vier Fällen kam der Veranstalter Hossa-Hossa zu dem Schluss, dass die Routen schon aus organisatorischen und Sicherheitsgründen ungeeignet seien. Dabei wurde die Einschätzung von Experten von Polizei und Feuerwehr größtenteils geteilt.

Ziel sei es deshalb "definitiv, auf dem Kiez zu bleiben", sagte Axel Annink von Hossa-Hossa laut dpa.

Menschenmassen schieben sich beim "Karneval des Nordes" alljährlich durch die Straßen.
Menschenmassen schieben sich beim "Karneval des Nordes" alljährlich durch die Straßen.  © DPA

Er verwies auch auf zahlreiche Verbesserungen der letzten Jahre wie mehr mobile Toiletten gegen das Wildpinkeln und Reinigungstrupps, die den Müll entlang der Umzugsstrecke beseitigen würden.

Außerdem gebe es umfangreiche Informationen für die Anwohner.

Während SPD und Grüne die Einschätzungen des Veranstalters kritisch sahen, kam von der CDU Zustimmung zu einem Festhalten an der bisherigen Durchführung des Großereignisses.

Eine Entscheidung über die Verlagerung, die ohnehin erst den Schlagermove 2020 betreffen könnte, wurde vom Ausschuss nicht getroffen.

Der Schlagermove in Hamburg: Die Parade ist stets gut besucht und doch bei vielen direkten Anwohnern auf St. Pauli unbeliebt.
Der Schlagermove in Hamburg: Die Parade ist stets gut besucht und doch bei vielen direkten Anwohnern auf St. Pauli unbeliebt.  © DPA

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