Er zerstörte Bayern im Alleingang: Wer ist Shooting-Star Dodi Lukebakio?

Düsseldorf - Er alleine schoss den FC Bayern München ab! Seit dem späten Samstagnachmittag kennen viele Menschen seinen Namen. Dodi Lukebakio. Der 21-Jährige traf gegen den Deutschen Rekordmeister gleich dreimal.

Düsseldorfs Dodi Lukebakio (l.) sprintet Bayerns Innenverteidiger Niklas Süle (r.) davon.
Düsseldorfs Dodi Lukebakio (l.) sprintet Bayerns Innenverteidiger Niklas Süle (r.) davon.  © DPA

Mit ihm haben die Düsseldorfer vor der Saison einen absoluten Volltreffer verpflichten können.

In bisher zwölf Pflichtspielen traf der 1,87 Meter große Flügelstürmer nun neunmal und bereitete ein weiteres Tor vor.

Es ist die beste Quote in seiner Profikarriere, die im Alter von 18 Jahren beim belgischen Spitzenclub RSC Anderlecht begann.

Dort fiel die Leihgabe des englischen Erstligisten FC Watford mit seiner Schnelligkeit und seinen Dribblings früh auf und debütierte deshalb bereits am 25.Oktober 2015 beim 3:1-Sieg gegen den FC Brügge.

Von da an spielte der dynamische und schussgewaltige Lukebakio immer öfter - und überzeugte trotz einer ausbaufähigen Torquote so sehr, dass er international Aufmerksamkeit erregte. Denn sein Potenzial war schon zu diesem frühen Zeitpunkt in seiner Karriere unverkennbar.

So absolvierte er am 4. Oktober 2016 bereits sein erstes Länderspiel - für die Demokratische Republik Kongo, das Heimatland seiner Eltern, wurde er im Freundschaftsspiel gegen Kenia 20 Minuten vor Schluss eingewechselt.

Dodi Lukebakio (l.) im Zweikampf mit Bayer 04 Leverkusens Sven Bender.
Dodi Lukebakio (l.) im Zweikampf mit Bayer 04 Leverkusens Sven Bender.  © DPA

Danach entschied er sich jedoch für sein Geburtsland Belgien und stand seitdem in zwölf U21-Länderspielen für Belgien (vier Treffer) auf dem Platz.

Denn Lukebakio wurde am 24. September 1997 in der Kleinstadt Asse, nordwestlich von Brüssel gelegen, geboren.

Dort begann er beim FC Asse Zellik mit dem Fußballspielen, ehe er zum deutlich größeren Club FC Brüssel wechselte, von wo aus es dann nach Anderlecht ging.

Nach etwas mehr als einem Jahr wurde er erstmals ausgeliehen - an den FC Toulouse. In Frankreich kam er aber überhaupt nicht zum Zug und wurde lediglich fünf Mal eingewechselt, stand häufig nicht mal im Kader des französischen Erstligisten.

Auch Anderlecht hatte keine Verwendung mehr für ihn. Erst wurde er an den RSC Charleroi ausgeliehen, anschließend dorthin verkauft.

Bejubelt eines seiner drei Tore gegen den FC Bayern München: Fortunen-Stürmer Dodi Lukebakio.
Bejubelt eines seiner drei Tore gegen den FC Bayern München: Fortunen-Stürmer Dodi Lukebakio.  © DPA

Doch nur einen Tag später gab ihn Charleroi mit 2,8 Millionen Gewinn nach England zu Watford ab. Von dort aus wurde er gleich weiter nach Düsseldorf verliehen - um Spielpraxis und Erfahrungen zu sammeln. Nach diesen vielen schnellen Wechseln tut Lukebakio der Bundesliga-Alltag offensichtlich sehr gut.

Seinen Durchbruch feierte er dank eines klugen Schachzugs von Trainer-Urgestein Friedhelm Funkel, der ihn nicht mehr auf der offensiven Außenbahn einsetzte, sondern im Mittelsturm.

Eine Position, die ihm offenbar sehr gefällt. Hier kann er all seine Stärken perfekt ausspielen und hat erstmals in seiner Profi-Laufbahn auch eine vergleichsweise hohe Effektivität vor dem gegnerischen Tor. Und selbst da ist noch Luft nach oben.

Zudem hat der 1,87 Meter große und schnell lernende Offensivmann auch sein Defensivverhalten deutlich verbessert. Deshalb erscheint es unwahrscheinlich, dass er der Fortuna länger als bis zum Sommer 2019 erhalten bleibt. Denn eine Kaufoption konnten sich die Düsseldorfer nicht sichern.

Und nach den drei Toren gegen die Bayern werden ohnehin ganz andere Clubs auf den Angreifer aufmerksam. Von Lukebakio wird man noch eine ganze Menge hören.

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