Anschlag mit Kugelbombe auf AfD-Büro in Döbeln: Drei Männer angeklagt

Döbeln - Nach dem Anschlag Anfang Januar auf das AfD-Büro in Döbeln hat die Staatsanwaltschaft nun gegen drei Männer (29, 33, 40) Anklage erhoben.

Die Straße glich einem Trümmerfeld.
Die Straße glich einem Trümmerfeld.  © Sören Müller

Die umfangreichen Ermittlungen wegen des Angriffs am 3. Januar 2019 seien damit abgeschlossen.

Die beiden werden angeklagt wegen des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion, versuchter schwerer Brandstiftung, Sachbeschädigung und Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz.

Ein dritter Mann (40) wird außerdem wegen Beihilfe angeklagt.

Zwei Männer sollen in der Tschechischen Republik eine 150 mm Kugelbombe gekauft und mit nach Deutschland gebracht haben. Sie hatten nicht die erforderliche Erlaubnis für den Umgang mit der Pyrotechnik.

Sie sollen spätestens auf dem Heimweg nach Deutschland beschlossen haben, die Kugelbombe vor dem Bürgerbüro der Partei Alternative für Deutschland (AfD) in Döbeln hochzujagen.

"Ihnen liegt zur Last, ihrem gemeinsamen Tatplan entsprechend gegen 19.30 Uhr die Kugelbombe auf das Fensterbrett des AfD-Büros gelegt, eine Mülltonne davor geschoben und die Bombe entzündet zu haben", so die Staatsanwaltschaft in ihrer Mitteilung am Freitag. Der dritte Angeklagte nahm die Pläne einfach hin und war bei der Tat dabei.

Durch die Explosion wurde die Fensterscheibe des Büros nach innen gedrückt und Teile des Inventars erheblich beschädigt. Auch Fahrzeuge vor dem Büro wurden beschädigt und in einer Wohnung zersplitterten zwei Fensterscheiben.

Insgesamt entstand bei der Detonation ein Sachschaden von mindestens 16.000 Euro.

Ein Termin für die Hauptverhandlung am Amtsgericht Döbeln steht noch nicht fest.

Vor dem AfD-Büro in Döbeln kam es Anfang Januar zu einer Explosion.
Vor dem AfD-Büro in Döbeln kam es Anfang Januar zu einer Explosion.  © Sören Müller

Titelfoto: Sören Müller

Mehr zum Thema Polizeimeldungen:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0