Drogen-Task-Force mischt das Milieu mit besonderen Spürnasen auf!

Hamburg - Im Zuge eines erneuten Einsatzes der polizeilichen Task-Force zur Bekämpfung von Drogen-Deals in der Öffentlichkeit in Hamburg wurden nicht mal eine Handvoll mutmaßlicher Dealer dingfest gemacht.

Polizeidiensthund "Buk" ist eine echte Spürnase.
Polizeidiensthund "Buk" ist eine echte Spürnase.  © Polizei Hamburg

Dank der Hilfe zweier Polizeihunde können die Beamten ihren großen Einsatz allerdings doch noch als Erfolg verbuchen: Die Spürnasen hoben zahlreiche Drogenverstecke an einer für Marihuana-Deals bekannten Treppe am Hafen aus.

In St. Georg erwischten die Polizeibeamten den Angaben zufolge zunächst einen Deutschen (58) bei einem mutmaßlichen Drogendeal, bei dem er und auch eine mutmaßliche Käuferin (33), vorläufig festgenommen wurden.

Die Frau ist inzwischen wieder auf freiem Fuß, muss aber mit einem Verfahren rechnen.

Der 58-Jährige hätte 22 Briefchen Heroin und etwas Geld bei sich. Bei der daraufhin angeordneten Durchsuchung der Wohnung des Mannes in Harburg wurde offenbar noch eine kleine Menge Heroin sichergestellt worden.

Im Raum Harburg gab es dann noch eine weitere Festnahme, als ein Mann auf offener Straße vermutlich ebenfalls Heroin verkaufte. Bei der Festnahme hatte der Mann den Angaben zufolge Heroinsteinchen im Mund, was ihm dann noch einen Besuch auf der Intensivstation bescherte.

Einen Teil der zerstörerischen Droge spuckte der Mann zwar vor den Augen der Beamten aus, da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass er einen Teil der Drogen verschluckt haben könnte, sei er ins Krankenhaus gebracht worden.

Zugriff auch in der Sternschanze und ein wenig überraschender Erfolg an der Hafentreppe

Polizeidiensthund "Balu" wurde beim Einsatz in der Hafenstraße fündig.
Polizeidiensthund "Balu" wurde beim Einsatz in der Hafenstraße fündig.  © Polizei Hamburg

Nachdem eine gesundheitliche Gefahr für den Festgenommenen ausgeschlossen war, sei er einem Haftrichter zugeführt worden, erklärten die Beamten.

Der mutmaßliche Dealer wies sich dann aber scheinbar noch mit einem "totalgefälschten Ausweisdokument" aus, sodass er zunächst nicht näher identifiziert werden konnte und auch wegen des Verdachts der Urkundenfälschung gegen ihn ermittelt wird.

Die "Kundin" dieses Mannes konnte den Beamten allerdings entwischen.

Wie die Beamten der Polizei Hamburg weiter erklärten, sei am Sternschanzenpark noch ein junger Mann (18) aus Guinea-Bissau festgenommen worden, nach dem er drei Beutel Marihuana an eine Frau verkauft hätte.

Dann kamen die Diensthunde "Buk" und "Balu" zum Einsatz und sorgten endlich für einen wesentlichen Erfolg.

An der Balduintreppe auf St. Pauli suchten die Spürnasen nach Betäubungsmittel-Depots – und sie wurden hier sich nicht zum ersten Mal fündig: Die beiden Hunde spürten am Mittwoch insgesamt sechs Depots mit insgesamt 145 kleinen Tüten mit Marihuana sowie einer Träne Kokain auf.

"Balu" wurde zudem an einer vor einem Lokal abgestellten Couch in der Hafenstraße fündig: Hier waren weitere 120 Tütchen mit Marihuana versteckt.

Insgesamt hatten die Beamten bei ihrem Einsatz 121 Personen überprüft, 47 Aufenthaltsverbote erteilt, aber mit großem Aufwand gerade einmal drei Festnahmen durchsetzen können. Merkwürdigerweise waren alle Drogenkäufer, die in der polizeilichen Mitteilung Erwähnung fanden, Frauen.

Blick von oben auf das Hamburger Hafenviertel.
Blick von oben auf das Hamburger Hafenviertel.  © DPA

Titelfoto: Polizei Hamburg

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