Erstes Sexpuppen-Bordell Deutschlands wieder dicht: Der Grund ist ziemlich eklig

Speyer - Die Puppen haben ausgetanzt - zumindest im "Dollhaus" in Speyer. Der allererste Sexpuppen-Puff im hessischen Speyer musste nach nur rund einem Jahr schon wieder seine Pforten schließen. Doch das geschah keinesfalls freiwillig.

Nach rund einem Jahr musste das "Dollhaus" in Speyer seine Pforten schließen (Symbolbild).
Nach rund einem Jahr musste das "Dollhaus" in Speyer seine Pforten schließen (Symbolbild).  © DPA/Steffen Trumpf

Wie der Mannheimer Morgen berichtete, musste das Bordell aufgrund von Keimfunden, die das Gesundheitsamt an den Latex-Damen machte, dichtmachen.

Explizit soll es sich um das Bakterium Pseudomonas aeruginosa handeln, das unter anderem auch Harnwegsinfekte hervorrufen kann.

Für alle Kunden, die das durchaus gut angenommen Bordell der etwas anderen Art bis dato besucht hatten sicherlich kein Anlass zur Freude.

Eröffnet hatte das mit insgesamt rund 200 Quadratmetern Fläche und neun Räumen für das intime Liebesspiel mit einer der Sexpuppen ausgestattete "Dollhaus" erst gegen Ende 2018, nun scheint unwiderruflich Schluss für das Konzept von Betreiber Raphael Abelmann zu sein.

Doch der möchte sich nicht kampflos geschlagen geben. Zwar wurden ihm von Seiten des Gesundheitsamtes intensive Bemühungen zur Beseitigung des Problems attestiert, an der Schließung änderte dies jedoch nichts.

Sex-Unternehmer macht seinem Ärger auf Facebook Luft und erklärt den Skandal

Auf Facebook machte der Sex-Unternehmer seinem Unmut nun in einem langen Statement samt eines Auszuges des Prüfungsberichtes Luft, stellte dabei die Behauptungen des Gesundheitsamtes vehement in Frage.

"Wir waren das einzige Sexpuppenbordell das auf medizinischem Standard gereinigt haben und einen offiziellen Hygieneplan hatten. Dass wir dennoch wegen Keimen schließen mussten ist allerdings richtig. Bei diesem Keim handelt es sich um „pseudomonas aeruginosa“! Das ist ein Keim welcher ausschließlich im Wasser vorkommt! Wenn das Wasser mit dem man reinigt aber schon nicht keimfrei ist, ist es sehr schwer diese Dolls keimfrei zu bekommen", so ein Auszug aus Abelmanns langer Wutrede. Die Behörden dementieren währenddessen seine Aussage, dass das Trinkwasser an der Keimbelastung schuld sei.

Einen intensiven Rechtsstreit wird Abelmann aufgrund mangelnder finanzieller Mittel wohl nicht führen können: "Die kleinen haben da einfach Pech gehabt", schrieb der "Dollhaus"-Chef. Eine Wiedereröffnung seines Etablissements scheint demnach ausgeschlossen.

Titelfoto: DPA/Steffen Trumpf