Todesserie in Urlaubsparadies: Was haben die Minibars damit zu tun?

Dominikanische Republik - Was ist nur los in der Karibik? Die Todesserie in der Dominikanischen Republik (TAG24 berichtete) reißt nicht ab. Innerhalb eines Jahres sind mittlerweile zehn US-Urlauber unter mysteriösen Umständen gestorben. Die Hard-Rock-Hotelkette zog nun Konsequenzen.

Die Dominikanische Republik mit ihren Palmen und Stränden wie hier in Punta Cana gilt als beliebtes Urlaubsziel - doch wie lange noch?
Die Dominikanische Republik mit ihren Palmen und Stränden wie hier in Punta Cana gilt als beliebtes Urlaubsziel - doch wie lange noch?  © DPA

Noch ist nicht ganz klar, ob die mysteriösen Sterbefälle in einem Zusammenhang stehen oder ob eine eindeutige Ursache gefunden werden kann.

Fakt ist: In verschiedenen Hotels des Karibikstaats starben innerhalb von gut einem Jahr zehn Touristen während oder nach dem Urlaub. Zuletzt erwischte es laut CNN einen Mann aus New York.

Die Todesserie sorgte vor allem in US-Medien für Aufmerksamkeit. So starben beispielsweise im Hard Rock Hotel & Casino in der Ortschaft Punta Cana zwei Urlauber.

Nachdem kürzlich bekannt wurde, dass sich alle Urlauber an Minibars bedienten, zog die Hotelkette Hard Rock nun Konsequenzen und verbannte die Likör-Getränkespender aus sämtlichen Zimmern.

Ob sich andere Ketten dem Beispiel anschließen werden, ist noch unklar.

Der General Manager eines Resorts von Hard Rock begründete, er hoffe, so "mehr Ruhe für die Gäste zu schaffen". Die Entscheidung sei jedoch unabhängig von den zwei Todesfällen getroffen worden.

Ein Sprecher des Hard-Rock-Hotels sagte gegenüber Rolling Stone: "Die Sicherheit und die Gesundheit unserer Gäste sind jetzt und schon immer unsere höchste Priorität." Es gebe Hotelprotokolle, um die Sicherheit zu gewährleisten. Dazu gehöre auch eine tägliche Inspektion der Minibars.

Auch das US-amerikanische FBI schaltete sich inzwischen ein. Es unterstützt die Gesundheitsbehörden der Dominikanischen Republik bei den toxikologischen Analysen. Ein Zimmer im Bahia Principé Hotel, in dem ein Urlauber starb, wurde genauer untersucht. Dabei wurden Proben sämtlicher Flüssigkeiten der Minibar, des Wassers aus der Dusche und dem Waschbecken-Hahn entnommen.

Das Tourismusministerium der USA betonte, dass der Urlaub in dem Land weiterhin sicher sei.

"In den vergangenen fünf Jahren haben über 30 Millionen Touristen die Dominikanische Republik besucht. Es ist jetzt das erste Mal, dass die internationalen Medien über so eine alarmierende Situation berichten", so Tourismusminister Francisco Javier Garcia.

Haben die Minibars in den Hotelzimmern etwas mit den mysteriösen Todesfällen zu tun? (Symbolbild)
Haben die Minibars in den Hotelzimmern etwas mit den mysteriösen Todesfällen zu tun? (Symbolbild)  © 123RF

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