Weil sie Grönland nicht verkaufen wollen: Trump sagt Besuch in Dänemark ab

Washington - Nächste Runde im bizarren Ringen um Grönland. Nachdem die dänische Regierungschefin einem Kaufangebot eine deutliche Absage erteilt hatte, sagte Donald Trump (73) jetzt seine für in zwei Wochen geplante Reise nach Dänemark ab.

Donald Trump wird nicht nach Nordeuropa reisen.
Donald Trump wird nicht nach Nordeuropa reisen.  © Carolyn Kaster/AP/dpa

Am 2. und 3. September wollte Trump nach einem Besuch in Polen auch in Dänemark vorbei schauen.

Mit der Absage der Reise weist Donald Trump auch eine Einladung der dänischen Königin Margrethe II. (79) zurück, welche ihn offiziell in ihre Heimatland eingeladen hatte.

Bereits in den letzten Tagen wurde wild über ein mögliches Kaufangebot für Grönland diskutiert. Für die USA hätte sie eine große strategische Bedeutung. Man würde an Einfluss in der umstrittenen Arktis gewinnen und zugleich näher an Europa heranrücken.

Allerdings gab es während der gesamten Diskussion nie wirklich eine reelle Chance auf die Übernahme von Grönland. Ex-Ministerpräsident Lars Løkke Rasmussen bezeichnete die Idee als "Aprilscherz", die aktuelle Regierungschefin Mette Frederiksen meinte nur kurz und knapp: "Ich hoffe inständig, dass dies nicht ernst gemeint ist."

Noch am Dienstag hatte Trump den Grönländern ironisch versprochen, keinen weiteren "Trump Tower" (TAG24 berichtete) auf der Insel bauen zu wollen.

Wann der Besuch nachgeholt wird, steht noch nicht fest. Allerdings lässt die Formulierung "another time" (dt. "einander Mal") in Trumps Tweet nicht unbedingt darauf schließen, dass die Findung eines neuen Termins Priorität genießen würde.

Darf sich Anfang September über unfreiwillig mehr Freizeit freuen: Königin Margrethe II. von Dänemark.
Darf sich Anfang September über unfreiwillig mehr Freizeit freuen: Königin Margrethe II. von Dänemark.  © Fred Lancelot/AP/dpa

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