Trump lädt umstrittenen philippinischen Präsidenten ins Weiße Haus

Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte (72) brüstet sich damit, Drogendealer getötet zu haben.
Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte (72) brüstet sich damit, Drogendealer getötet zu haben.  © dpa/Ritchie B. Tongo

Washington - US-Präsident Donald Trump (70) hat mit dem umstrittenen philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte (72) telefoniert und ihn nach Washington eingeladen.

Das Gespräch zwischen den beiden Staatschefs sei "sehr freundlich" gewesen, teilte das Weiße Haus mit. Beide hätten über die Bedrohung durch Nordkorea und die Beziehungen zwischen ihren Staaten gesprochen.

Unter der Vorgängerregierung von Barack Obama war das Verhältnis zuletzt angespannt. Der Demokrat hatte Duterte wegen des brutalen Vorgehens seiner Regierung gegen die Drogenszene des Landes mehrfach ermahnt. Duterte bezeichnete Obama daraufhin als Hurensohn.

In der Mitteilung des Weißen Hauses vom Samstag fand sich kein Wort Kritik. Zum Thema Drogen hieß es darin: "Sie haben auch über die Tatsache gesprochen, dass die philippinische Regierung sehr hart dafür kämpft, das Land von den Drogen zu befreien, ein Übel, das viele Länder auf der ganzen Welt betrifft."

Seit Dutertes Amtsantritt im Juni 2016 wurden nach amtlichen Angaben mehr als 2500 mutmaßliche Drogenkriminelle getötet. Menschenrechtler gehen von mehr als 7000 Toten aus.

Immer wieder gibt es auch Vorwürfe gegen die Polizei, Unschuldige zu erschießen. Duterte brüstet sich damit, früher selbst Dealer getötet zu haben.

US-Präsident Donald Trump (70) scheint sich mit Duterte gut zu verstehen.
US-Präsident Donald Trump (70) scheint sich mit Duterte gut zu verstehen.  © dpa/Pablo Martinez Monsivais

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