Haftprüfung beantragt: Erfurter Doping-Arzt bleibt im Gefängnis

München/Erfurt - Der hauptverdächtige Sportarzt in einem internationalen Doping-Skandal hat die Überprüfung seiner Untersuchungshaft beantragt.

Mark S. bei seiner Festnahme in Erfurt.
Mark S. bei seiner Festnahme in Erfurt.  © DPA

An diesem Donnerstag sei ein Termin bei der Ermittlungsrichterin angesetzt, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft München I.

Eine Entscheidung müsse die Richterin aber nicht zwingend schon am Donnerstag treffen und bekanntgeben. Zuerst hatte die Bild über die Haftprüfung berichtet.

Der Erfurter Sportarzt Mark S. soll angeblich Drahtzieher eines mutmaßlichen Doping-Netzwerkes sein. Nach bisherigen Angaben sollen im Rahmen der "Operation Aderlass" 21 Sportler aus acht Ländern und fünf Sportarten in Europa, in Südkorea und auf Hawaii verbotenes Eigenblut-Doping betrieben haben.

Es geht um Winter- und Sommersportarten. In einer großen Razzia bei der Ski-WM in Seefeld waren nicht nur Sportler festgenommen worden, sondern auch der Vater von Mark S. und zwei Helfer.

Johannes Dürr hatte die Doping-Machenschaften auffliegen lassen.
Johannes Dürr hatte die Doping-Machenschaften auffliegen lassen.  © DPA

Update 12.06 Uhr:

Der Haftrichter hat entschieden: Mark S. muss weiter in Untersuchungshaft bleiben. Der Anwalt des Doping-Arztes will aber Beschwerde dagegen einlegen, dass sagte er der Bild. Er halte die Begründung des Urteils für sehr dünn.

Die schriftliche Erklärung zum Urteil, gibt es erst in der kommenden Woche, erst dann kann auch Beschwerde eingelegt werden.

Titelfoto: DPA

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