Doping: Erfurter Skandal-Arzt lässt Zulassung ruhen

Erfurt - Seit Monaten sitzt Mark S. in München in Untersuchungshaft, nachdem um ihn herum ein Doping-Skandal aufgedeckt wurde. Nun will er seine Zulassung ruhen lassen.

Mark S. bei seiner Verhaftung in Erfurt.
Mark S. bei seiner Verhaftung in Erfurt.

Die entsprechenden Unterlagen habe er nun beim Zulassungsausschuss für Vertragsärzte eingereicht, so die TA.

Ärzte könnten so ihre Zulassung ruhen lassen, wenn sie ihre Arbeit derzeit nicht ausführen können, heißt aber auch, dass Antragsteller ihren Dienst zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufnehmen könnten.

S. steht im Mittelpunkt der Doping-Ermittler in München, nachdem während der Ski-WM aufgedeckt worden war, dass er dutzenden Sportlern aus mehreren Ländern und Sportarten beim Dopen geholfen haben soll. Ein Sportler wurde sogar noch mit der Nadel im Arm erwischt.

Seitdem sitzt Mark S. in Untersuchungshaft, ein Antrag auf Freilassung wurde im April abgelehnt. Die Praxis in Erfurt leitet seinen Mutter seitdem alleine. Sein Vater saß als vermeintlicher Helfer ebenfalls in Haft, wurde in der vergangenen Woche entlassen.

Einfach aberkennen könne man Mark S. seine Approbation, solange er nicht verurteilt sei, nicht. Die Landesärztekammer über das Berufsverfahren entscheiden, die wartet aber noch auf Ermittlungsergebnisse aus München und tritt somit bisher auf der Stelle.

In diesem Haus befand sich die Praxis des Arztes.
In diesem Haus befand sich die Praxis des Arztes.  © DPA

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