Im Doping-Skandal: NADA leitet Verfahren gegen deutschen Sportler ein

Erfurt/Berlin - Die Nationale Anti Doping Agentur Deutschland leitet ein Disziplinarverfahren vor dem Deutschen Sportschiedsgericht DIS gegen den ehemaligen Eisschnellläufer Robert Lehmann-Dolle ein.

Robert Lehmann fuhr dreimal für Deutschland zu Olympia.
Robert Lehmann fuhr dreimal für Deutschland zu Olympia.  © Imago

Das teilte die NADA am Freitag auf ihrer Homepage mit. Grund ist ein möglicher Verstoß gegen Anti-Doping-Bestimmungen. Zuvor hatte die ARD-Doping-Redaktion berichtet, dass ein Eisschnellläufer in die Blutdoping-Affäre um den Erfurter Mediziner Mark S. verwickelt sein soll. Die Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft hatte den Namen bislang nicht bestätigt.

Lehmann nahm 2006, 2010 und 2014 an Olympischen Winterspielen teil und verbuchte in der Teamverfolgung in Turin 2006 auf Rang sieben seine beste Platzierung. Zuletzt hatte der Thüringer im Olympiastützpunkt Berlin als Nachwuchstrainer gearbeitet und war in der vorigen Woche suspendiert worden.

"Aufgrund eines Whistleblowerhinweises und in enger Zusammenarbeit mit der Schwerpunktstaatsanwaltschaft München I erhielt die NADA Erkenntnisse bezüglich eines möglichen Dopingverstoßes von Herrn Lehmann-Dolle in einem sportrechtlich nicht rechtsverjährten Zeitraum vor 2015", hieß es von der NADA.

Die daraufhin eingeleiteten Ermittlungen der NADA in den vergangenen Wochen hätten den Verdacht verdichtet. Lehmann ist damit der erste deutsche Sportler, der in den Doping-Skandal verwickelt ist.

Mark S. bei seiner Festnahme in Erfurt.
Mark S. bei seiner Festnahme in Erfurt.  © DPA

Titelfoto: Imago

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