Fluchtgefahr besteht weiter: Doping-Arzt darf Gefängnis nicht verlassen

Erfurt/München - Auch nach einer Beschwerde seines Anwalts, hat sich für Mark S. nichts geändert: Der Hauptverdächtige Sportarzt im internationalen Doping-Skandal bleibt in Untersuchungshaft.

Mark S. sitzt seit mehr als einem Monat in München in Untersuchungshaft.
Mark S. sitzt seit mehr als einem Monat in München in Untersuchungshaft.  © DPA

Das habe die Ermittlungsrichterin am Donnerstag nach einem sogenannten Haftprüfungstermin entschieden, teilte ein Sprecher des Amtsgerichts München mit.

Die Richterin begründete ihre Entscheidung demnach unter anderem mit dem Ermittlungsstand, der weiter bestehenden Erwartung einer erheblichen Strafe, die nicht zur Bewährung ausgesetzt werden könne, sowie Flucht- und Verdunkelungsgefahr.

Der Erfurter Sportarzt Mark S. soll angeblich Drahtzieher eines mutmaßlichen Doping-Netzwerkes sein.

Nach bisherigen Angaben sollen im Rahmen der "Operation Aderlass" 21 Sportler aus acht Ländern und fünf Sportarten in Europa, in Südkorea und auf Hawaii verbotenes Eigenblut-Doping betrieben haben.

Es geht um Winter- und Sommersportarten. Auch ein deutscher Sportler könnte unter den Kunden des Arztes gewesen sein. Ex-Eisschnellläufer Robert Lehmann soll während seiner aktiven zeit das Angebot von Mark S. angenommen haben.

Inzwischen sitzen fünf Beschuldigte in U-Haft, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft München I Anfang der Woche gesagt hatte. Eine mutmaßliche Helferin des Sportarztes sei inzwischen nach Deutschland ausgeliefert worden.

Titelfoto: DPA

Mehr zum Thema Thüringen:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0