Brutaler Doppelmord zu Weihnachten: Jetzt steht der Assistent der Opfer vor Gericht

Mühlhausen - Zwei Leichen und viele Blutspuren: Im Hof eines Privathauses in Nordhausen waren an Heiligabend die toten Körper eines älteren Ehepaars gefunden worden.

Das Ehepaar wurde von Nachbarn im Innenhof aufgefunden.
Das Ehepaar wurde von Nachbarn im Innenhof aufgefunden.

Wegen der Bluttat soll nun vom kommenden Montag an ein 57-Jähriger vor dem Landgericht Mühlhausen stehen. Angeklagt ist er wegen zweifachen Mordes und Körperverletzung.

Die Schwurgerichtskammer habe acht Verhandlungstage bis Ende Oktober angesetzt, kündigte eine Gerichtssprecherin an. Die 80 und 82 Jahre alten Eheleute sollen durch insgesamt zwölf Messerstiche ermordet worden sein, so der Vorwurf der Staatsanwaltschaft Mühlhausen.

Zwischen dem aus Ägypten stammenden Antiquitätenhändler und dem deutschen Angeklagten soll es an Heiligabend zunächst es zu einem verbalen Streit wegen der Bezahlung für den Mann gekommen sein - der Angeklagte sei als Aushilfe für das Paar tätig gewesen. Der damals 56-Jährige soll im Ermittlungsverfahren gegenüber der Polizei geäußert haben, dass er eine bessere Bezahlung gewollt habe.

Die deutsche Ehefrau soll sich in den Streit eingemischt und geschrien haben. Sie soll dann zunächst geflüchtet, aber auch erstochen worden sein. In beiden Fällen geht die Anklage vom Mordmotiv der Verdeckung aus. Zu Beginn der Ermittlungen war die Polizei noch von einer größeren Menge Bargeld ausgegangen, die der Täter aus dem Haus mitgenommen haben soll. Davon ist in der Anklage der Mühlhäuser Staatsanwaltschaft nun keine Rede mehr.

Die Polizei hatte nach der Tat zunächst nach einem Unbekannten gefahndet, der auf einer Überwachungskamera zu sehen ist und 5000 Euro Belohnung für Zeugenhinweise ausgelobt. Die Aufnahmen und eine DNA-Spur sollen die Ermittler dann zu dem nun Angeklagten geführt haben. Der Mann sitzt seit acht Monaten in Untersuchungshaft.

In Mühlhausen wird der Fall verhandelt.
In Mühlhausen wird der Fall verhandelt.  © DPA

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