Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten: Komplettes Dorf ersteigert!

Das Dorf Alwine wurde tatsächlich versteigert.
Das Dorf Alwine wurde tatsächlich versteigert.  © DPA

Berlin - Ein Dorf unter dem Hammer: Die brandenburgische Ortschaft Alwine ist am Samstag für 140.000 Euro versteigert worden.

Bei der Auktion in Berlin gab ein anonymer Käufer über Telefon das einzige Gebot für das Dorf mitten in einem Wald ab. Die Siedlung wird von 15 Mietern bewohnt.

Zur Versteigerung stand das gesamte 16.000 Quadratmeter große Areal mit einer schleifenförmigen Dorfstraße, neun Wohnhäusern, mehreren Nebengebäuden sowie zehn Schuppen und Garagen. Das Mindestgebot lag bei 125.000 Euro. (TAG24 berichtete)

"Viele Interessenten haben sich bei uns erkundigt, auch aus dem Ausland", sagte Matthias Knake vom Auktionshaus Karhausen. Die Wohnungen seien einfach ausgestattet und würden mit Einzelöfen beheizt. Es seien Feuchtigkeits- und Fassadenschäden vorhanden.

Alwine ist Teil der Stadt Uebigau-Wahrenbrück rund 100 Kilometer südlich von Berlin. Einkaufsmöglichkeiten gibt es in dem kleinen Dorf nicht. Die einzige Buslinie in der näheren Umgebung fährt an der Siedlung ohne Halt vorbei.

Alwine gehörte zu DDR-Zeiten zu einer Brikettfabrik, die nach der Wende geschlossen wurde. 2001 kauften zwei Brüder die Siedlung, von denen einer starb.

Die teils sehr maroden Wohnhäuser gehören nun dem neuen Käufer.
Die teils sehr maroden Wohnhäuser gehören nun dem neuen Käufer.  © DPA

WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0