Diese Automaten sollen Bienen retten

Dortmund – Eine Idee aus Dortmund zur Bienenrettung scheint bundesweit Anklang zu finden.

Umgebaute Kaugummi-Automaten stehen in Dortmund.
Umgebaute Kaugummi-Automaten stehen in Dortmund.  © Sebastian Everding/Everding/dpa

Das Projekt startete vor einem halben Jahr mit einem umgebauten Kaugummi-Automaten. Mit einem Cent-Betrag kann so ein kleiner Beitrag gegen das Bienensterben geleistet werden.

Mittlerweile gibt es die Automaten bundesweit an 20 Standorten. Die umfunktionierten Kisten geben Samenmischungen aus, die Wild- und Honigbienen in Zeiten von Flächenversiegelung, Pestizideinsatz und Monokulturen auf vielen Grünflächen das Überleben erleichtern sollen, wie Initiator Sebastian Everding der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Wer 20 Cent einwirft, kann eine Kapsel mit einer regionalen einjährigen Samenmischung ziehen. Für 50 Cent spuckt die Kiste eine mehrjährige Blumen-Mischung aus. 

Ab September soll es zudem auch Frühlingskrokus-Knollen geben, über die sich später vor allem Hummeln freuen, die im Frühling sonst nur sehr wenig Nahrung finden, wie es beim Partner - dem Bildungsprojekt "Bienenretter" aus Frankfurt am Main - hieß.

Anfragen aus vielen Städten

Schulen, Imker, Firmen oder Vereine fragten nach den Automaten, schilderte Handwerksmeister Everding. Die gelben Kisten hängen etwa im ostwestfälischen Kalletal, in einer Grundschule in Holzwickede (Kreis Unna), in einem Familienzentrum in saarländischen St. Wendel, in Fellbach nahe Stuttgart, in Hamburg oder im niedersächsischen Bassum. 

In der Mache sind sie dem Initiator zufolge auch etwa in Bremen, Karlsruhe, Mainz und Aachen. Es gebe auch Anfragen aus dem europäischen Ausland. Zuvor hatte Everding mit seinen "Witzen to go" - Zetteln mit Gags für 20 Cent aus einer Ex-Kaugummi-Box - für Schlagzeilen gesorgt (TAG24 berichtete).

Neben jeder Bienenkiste hänge eine weitere Box, in die man die leeren Kapseln werfen könne. Sie würden später neu gefüllt. Der Dortmunder hat mittlerweile eine eigene kleine Automaten-Manufaktur eingerichtet. Everding selbst verdient nicht an seiner Idee. 

Die 20 Betreiber der Boxen bestellen die Mischungen beim Projektpartner "Bienenretter" online und können mit den eingeworfenen Cent-Beträgen nachordern. Die "Bienenretter" fördern mit dem Erlös Öko- und Bildungsprojekte.

Titelfoto: Sebastian Everding/Everding/dpa


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