Öltanker gekapert: Mann steht nach zehnmonatigem Geiseldrama vor Gericht

Dortmund/Hamm - Sechs Jahre nach dem unblutigen Ende eines Piratenangriffs auf einen griechischen Tanker am Horn von Afrika erreicht der Fall das Dortmunder Landgericht.

Nach zehn Monaten endete das Geiseldrama und die Piraten gaben den Tanker wieder frei. (Symbolbild)
Nach zehn Monaten endete das Geiseldrama und die Piraten gaben den Tanker wieder frei. (Symbolbild)  © DPA

Ein inzwischen 41-jähriger Somalier muss sich ab Mittwoch (9.30 Uhr) wegen erpresserischen Menschenraubs verantworten.

Ihm wird vorgeworfen, im Mai 2012 an der Kaperung des mit Rohöl im Wert von 130 Millionen US-Dollar beladenen Tankers beteiligt gewesen zu sein.

Während des darauffolgenden zehn Monate andauernden Geiseldramas soll er der Hauptkoch der Bande und zeitweise auch für die Bewachung der Tankerbesatzung verantwortlich gewesen sein. Die Reederei soll schließlich 13 Millionen Dollar Lösegeld gezahlt haben.

Der Angeklagte war 2014 nach Deutschland eingereist und hatte einen Asylantrag gestellt. Zuletzt soll er sich in Hamm aufgehalten haben.

Sein Asylverfahren ist nach Angaben des Dortmunder Landgerichts noch nicht abgeschlossen. Ende 2018 war er in einem anderen Verfahren belastet und daraufhin festgenommen worden.

Der Tanker hatte Rohöl im Wert von 130 Millionen US-Dollar geladen. (Symbolbild)
Der Tanker hatte Rohöl im Wert von 130 Millionen US-Dollar geladen. (Symbolbild)  © DPA

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