Polizisten fassungslos, in welchen Zuständen Hunde-Welpen in einer Wohnung leben müssen

Dortmund - Als die Polizei sah, in welchen Zuständen vier Hunde lebten und aufwachsen mussten, sahen die Beamten keine andere Wahl. Sie entzogen einer 33 Jahre alten Dortmunderin ihre vier Tiere.

Ein relativ kleiner Käfig ist keine angemessene Behausung für gleich vier Hunde.
Ein relativ kleiner Käfig ist keine angemessene Behausung für gleich vier Hunde.  © Polizei Dortmund

Die Polizisten wurden am Sonnabend, dem 3. August, von einer Zeugin über vier Hundewelpen informiert, die in einer Wohnung in der Brunnenstraße völlig verwahrlost gehalten wurden.

Vor Ort angekommen, bestätigte sich für die Polizeibeamten der Eindruck. In einem Metallkäfig, der sich im Wohnzimmer beziehungsweise auf einem Balkon einer verdreckten Wohnung befand, mussten die vier Labrador Retriever Welpen leben.

Hunde-Kot, wohin das Auge reicht, lag laut Polizei auf dem Boden herum. Die neun Quadratmeter Fläche des Balkons wurden zusätzlich durch einen Kühlschrank und weitere Gegenstände zugestellt.

Nur in gebrochenem Englisch konnte man sich mit der Wohnungsmieterin verständigen.

Immerhin verriet sie den Polizisten, dass sie selbst nur auf die Hunde aufpasse, diese von ihrem Besitzer wieder abgeholt werden würden.

Auch hatte die Frau weder Leinen, Halsbänder noch sonstiges Zubehör bei sich.

Dortmunder Hunde verwahrlost: Feuerwehr bringt Tiere in städtischem Tierschutzzentrum unter

Wirklich behaglich fühlte sich diese Tier-Behausung vermutlich nicht an.
Wirklich behaglich fühlte sich diese Tier-Behausung vermutlich nicht an.  © Polizei Dortmund

Da die Vierbeiner keine Verletzungen aufwiesen und auch nicht unterernährt schienen, zogen die Beamten zunächst wieder ab, kehrten jedoch am Montag, dem 5. August, in die Wohnung zurück und fanden unveränderte Zustände vor.

Als hätten die Tiere einen sechsten Sinn, jaulten sie laut, als wüssten sie, dass nun Rettung naht.

Die Polizeibeamten zögerten diesmal nicht und befreiten die Welpen aus den wenig artgerechten Zuständen. Schließlich wurden die Tiere in die Hände der Feuerwehr übergeben. Die Kameraden brachten die Hunde in einem städtischen Tierschutzzentrum unter.

Auch das Veterinäramt und das Ordnungsamt der Stadt Dortmund wurden in Kenntnis gesetzt. Die 33-Jährige erhielt zudem eine Ordnungswidrigkeitenanzeige.

Auf dem Boden lag jede Menge Kot herum. Erstaunlich, dass es den Tieren gut ging.
Auf dem Boden lag jede Menge Kot herum. Erstaunlich, dass es den Tieren gut ging.  © Polizei Dortmund

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