Obdachloser kann sich vor Schmerzen nicht mehr bewegen, doch keine Klinik will ihn aufnehmen

Der Obdachlose krümmte sich vor Schmerzen! Dennoch wollte keine Klinik ihn aufnehmen. (Symbolbild)
Der Obdachlose krümmte sich vor Schmerzen! Dennoch wollte keine Klinik ihn aufnehmen. (Symbolbild)  © 123RF

Dortmund - Trauriges Schicksal aus Dortmund: Ein stadtbekannter Obdachloser harrte tagelang auf einer Matratze vor einer Sparkasse aus, fast unfähig sich zu bewegen. Er litt unter schrecklichen Schmerzen.

"Er konnte nicht einmal mehr aufstehen vor Schmerzen, deshalb hat er in eine Flasche uriniert", erklärt Streetworkerin Diana Kollotzek gegenüber dem Westen. "Es ging ihm dreckig."

In diesem schrecklichen Zustand soll der Mann fast eine Woche vor der Sparkasse gelegen haben. Dianas Kollege fand ihn schließlich, alarmierte einen Rettungswagen. Ein Krankenhaus wollte ihn allerdings nicht aufnehmen."Solange er sich noch sprachliche äußern kann, nicht bewusstlos ist oder stark alkoholisiert, erklärt sich niemand bereit", meint die Streetworkerin. Ihr Kollege griff deshalb zu anderen Maßnahmen.

Er drohte den Sanitätern an, den Vorfall öffentlich zu machen. Erst dann reagierten die Einsatzkräfte und brachten den völlig erschöpften Mann in eine Klinik. Dort konnte er endlich behandelt werden.

Ludwig leidet unter einer schmerzhaften Schuppenflechte, die seinen gesamten Körper bedeckt. Eigentlich müsste man ihn regelmäßig baden und eincremen. Sein Leben auf der Straße setzt seiner Krankheit noch zu. Der gebürtige Pole wohnt, wie der Westen berichtet, seit 25 Jahren in Deutschland.

Sobald die akuten Entzündungen an Ludwigs Körper abgeheilt sind, wird er wieder aus dem Krankenhaus entlassen. Dann muss er irgendwie den kommenden Herbst und Winter überstehen - auf seiner Matratze unter freiem Himmel ...

Titelfoto: 123RF


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