Das Personal für das letzte Geleit wird knapp

Dortmund – In Deutschland fehlen zunehmend Sargträger.

Zwei Bestatter heben einen Sarg aus einem Leichenwagen.
Zwei Bestatter heben einen Sarg aus einem Leichenwagen.  © Bernd Thissen/dpa

Es herrsche kein so akuter Notstand, dass Erdbestattungen verschoben werden müssten, aber die Personalengpässe seien spürbar, sagte der Geschäftsführer des Bestatterverbands NRW, Christian Jäger, der Deutschen Presse-Agentur.

Häufig seien die Träger im Seniorenalter und verdienten sich etwas zur Rente hinzu.

Die "sehr ehrenvolle und sinnstiftende Tätigkeit" stehe grundsätzlich allen offen. Manche Bestatter schauten sich auch an den Hochschulen nach Studenten für den Nebenjob um.

Bestattungsunternehmen verfügen in der Regel nicht über eigene Teams von Sargträgern, da sich das finanziell nicht rechne.

Ein Grund: Urnenbeisetzungen haben laut Bundesverband Deutscher Bestatter stark zugenommen, auf inzwischen nahezu 70 Prozent. In dem Fall trage die Urne oft der Pfarrer oder ein Angehöriger.

Für das letzte Geleit von der Kapelle zum Grab fehlen häufig die Träger.
Für das letzte Geleit von der Kapelle zum Grab fehlen häufig die Träger.  © Bernd Thissen/dpa

Titelfoto: Bernd Thissen/dpa


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