Dotchev ist lieber Gejagter als Jäger

Die gekreuzten Hämmer als Zeichen des Sieges. An diesem hatte Kapitän Martin Männel in Aalen wieder großen Anteil.
Die gekreuzten Hämmer als Zeichen des Sieges. An diesem hatte Kapitän Martin Männel in Aalen wieder großen Anteil.

Von Thomas Nahrendorf

Aue - Monatelang war der FC Erzgebirge Jäger der Aufstiegsplätze. Jetzt steht er auf einem direkten Rang Richtung 2. Liga und ist selbst ein Gejagter. Eine Position, mit der die „Veilchen“ gelassen umgehen.

42 Punkte, Rang zwei, 22 Zähler aus den letzten zehn Spielen. Aue ist derzeit die beste Mannschaft der Liga, führt die Rückrundentabelle an.

Seit dem 1:0 gegen den VfB Stuttgart II. hat der FCE die Rollen getauscht. „Wenn man seine Spiele so kalt gewinnt wie bei uns, dann ist das schon stark. Aue ist spielerisch Klasse und wird bis zum Ende oben dabeibleiben“, lobte Aalens Trainer Peter Vollmann den FCE nach der Partie. Der 58-Jährige traut dem Verein den großen Coup zu.

Die „Veilchen“ sind lieber Gejagter als Jäger, fühlen sich pudelwohl da oben. „Spaß macht’s schon - wenn man gewinnt“, lacht Trainer Pavel Dotchev: „Aber aus der Erfahrung weiß ich auch, das wird jetzt immer schwieriger.“

Weil viele Mannschaften gerade gegen die Top-Teams der Liga stets ans Limit gehen. „Natürlich ist man auf einmal der Gejagte, wenn man auf Platz zwei steht. Das ist eine völlig andere Situation“, hat Kapitän Martin Männel erkannt.

„Wir wollen die auch für uns nutzen, wollen befreit und selbstbewusst aufspielen. Das haben wir in Aalen getan und gewonnen.“ Daran hatte der Keeper auch wieder seinen Anteil: Mit zwei Paraden gegen Matthias Morys lenkte hielt er sein Team auf der Siegerstraße.

Steve Breitkreuz brachte die Erzgebirger mit seinem Kopfballtor zum 2:0 endgültig dorthin. Auch dem Innenverteidiger ist die veränderte Ausgangslage aufgefallen: „Das ist nochmal ein anderer Druck. Aber wir sollten weiter von Spiel zu Spiel denken und immer auf drei Punkte gehen.“

Mit diesem Motto sind die Spieler bisher am besten gefahren. Nicht nachdenken, sondern punkten! Wenn die Lila-Weißen auch künftig zumindest ein Tor mehr schießen als der Gegner, werden sie bis zum Schluss die Gejagten sein. Und aufsteigen!

22 Punkte aus den letzten zehn Spielen: FCE-Trainer Pavel Dotchev kann zufrieden sein.
22 Punkte aus den letzten zehn Spielen: FCE-Trainer Pavel Dotchev kann zufrieden sein.

Fotos: Picture Point/S. Sonntag


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