Herzzerreißender Grund: Autist (8) bittet Eltern, ihn zu vergessen und umzubringen

Will einfach nur normal sein: Der autistische Junge Jack Rogan.
Will einfach nur normal sein: Der autistische Junge Jack Rogan.

Dovecot (England) - Was der kleine Engländer Jack Rogan (8), der unter Autismus leidet, von seinen Eltern verlangt, bricht selbst manch hartgesottenem Menschen das Herz. "Bitte vergesst mich alle" oder "verbrennt mich lebendig", soll der Junge aus Dovecot seit einem Jahr immer wieder gesagt und geschrieben haben.

Der traurige Grund: Jack Rogan beginnt zu begreifen, dass er die Welt ganz anders wahrnimmt, als die anderen. Das merkte er laut seiner Mutter Kerry Linnell (43) nach einem Schulwechsel.

Sie sagt: "Es ist eine schreckliche Situation, und es reißt mich auseinander. Ich kann ihm nicht geben, was er braucht." Demnach schrieb der autistische Junge nach dem Wechsel auf die neue Schule Nachrichten, in denen er alles infrage stellte.

Der kleine Jack denkt, dass er ein schlechter Mensch sei, weil er anders ist und versteht nicht, warum niemand mit ihm befreundet sein will.

Justice for Jack

Kämpft mit einer Petition für ihren Jungen: Kerry Linnell.
Kämpft mit einer Petition für ihren Jungen: Kerry Linnell.

Doch der Achtjährige beließ es nicht dabei, seine Eltern darum zu bitten, ihn umzubringen, sondern verletzte sich im Oktober selbst mit Scheren.

Daraufhin wurde er ins Alder Hey Kinderkrankenhaus gebracht.

Dort war er jedoch nach sieben Wochen noch immer nicht auf einer Station für Menschen mit psychischen Beschwerden. Die Abgeordnete von Liverpool, Luciana Berger (36), sagte, dass Jacks Fall die große Krise der psychischen Gesundheit von Kindern unterstrich und berichtete dem Parlament, dass die Notaufnahme auf Rekordhöhe sei, aber viele Präventionsdienste gekürzt worden seien.

Freunde der Familie haben aus diesem Grund die Facebook-Seite "Gerechtigkeit für Jack" und eine Petition gestartet, die mehr Betten für Kinder mit psychischen Problemen fordert.

Von der Regierung fühlt sich die Familie unterdessen im Stich gelassen. Selbst Politikerin Luciana Berger sagt: "Wir lassen eine Generation in Schmerz zurück! Sie werden enttäuscht, weil die Fürsorge nicht da ist. Ich glaube, die Minister haben das Ausmaß der Herausforderung nicht erkannt."

Und so schläft Jacks Mutter Kerry seit Wochen im Krankenzimmer ihres Sohnes, aus Angst, er könne sich wieder etwas antun. Ihren Job hat sie deshalb bereits verloren, berichtet die "Daily Mail".


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