Klima-Rebellen kleben sich an Autobahn fest

Dover - Die Umweltschützer "Extinction Rebellion" haben wieder zugeschlagen. In Leipzig (TAG24 berichtete) und Berlin hielten sie den Verkehr auf. In Dover kam das mehreren von ihnen nun bitter zu stehen. Sie klebten sich an einer Autobahnstrecke fest, mit nackter Haut.

Fünf Demonstranten kleben freiwillig an der Autobahn fest.
Fünf Demonstranten kleben freiwillig an der Autobahn fest.  © Twitter (Screenshot): Jade Evans

Spätestens seit dem tödlichen Berliner SUV-Unfall ist in Deutschland die Debatte um die Sicherheit und Klimaneutralität entfacht.

Auch in Großbritannien machen sich viele Bürger Sorgen. Die gesellschaftskritischen Demonstranten von "Extincion Rebellion" haben sich daher etwas ganz Besonderes überlegt.

Mehrere ihrer Mitglieder klebten ihre Hände förmlich auf die A20 bei Dover. Freilich mit dem Ziel nicht so leicht vom Fleck bewegt werden zu können. Die Aktion führte zu einem massiven Stau und zu Hautverletzungen der Festgeklebten, so die Sun.

Autos mussten stehen auf Fähren bleiben, weil der Verkehr vor dem Hafen nicht fließen konnte. Vier der Rebellen wurden in Handschellen abgeführt, nachdem medizinische Hilfe für sie besorgt wurde, so BBC. Darunter eine Frau und drei Männer, die allesamt zwischen 60 und 90 Jahren alt waren

Die Autofahrer hatten selbstverständlich keinen Spaß an dem provozierten Stau. Jade Evans postete ein Video von der Demo auf Twitter und schreibt: "Gemetzel in Dover. Diese Idioten haben sich an der A20 festgeklebt."

Andere User beschweren sich laut Sun ebenfalls. Der Großeinsatz sorge ja für viel mehr Verschmutzung als deren Autos alleine.

Chris Atkins, ein Mitglied von Extinction Rebellion Dover, erklärt wieso die Aktion dennoch nötig war. Die Blockade stammte vom Projekt "No food on a dying planet", so BBC. Sie wollen auf die Folgen des Klimawandels auffällig machen: "Während sich das Klima verändert, werden Millionen Briten reale Bedrohungen wie Essensknappheit, Hunger und den Hungertod erleben."

Atkins führte sein Argument weiter aus. "Extreme Stürme und Fluten sind schon jetzt der Grund für massive Ernteausfälle weltweit, außerdem treffen die hohen Temperaturen die Viehzucht," zitiert ihn BBC ferner.


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