Dreifache Mutter dealte mit Crystal

In Handschellen wurde Kathrin S. (43) in den Gerichtssaal geführt.
In Handschellen wurde Kathrin S. (43) in den Gerichtssaal geführt.

Von Ronny Licht

Chemnitz - Diese Chemikalien passen nicht wirklich ins Berufsbild. Die gelernte Labor-Assistentin Kathrin S. (43) steht derzeit wegen Drogenhandel vor dem Chemnitzer Landgericht. Die dreifache Mutter soll munter mit Crystal und Ecstasy gedealt haben.

Eigentlich ging es um ein gestohlenes Handy, als Polizeibeamte mit einem Durchsuchungsbeschluss in der Hand bei der 43-Jährigen in der Dachgeschosswohnung im Lutherviertel klingelten.

Als die Polizisten das Inventar auf den Kopf stellten, staunten sie im Wohnzimmer nicht schlecht: In der Handtasche der Frau fanden sie 245 Gramm Crystal, 71 Ecstasy-Tabletten und Bargeld. Auch das gesuchte Handy wurde schließlich entdeckt. Wenig später klickten die Handschellen, Kathrin S. kam mit Haftbefehl in die Chemnitzer JVA.

Kopfschütteln bei den Ermittlern: In der Wohnung lebte der 5-jährige Sohn der Frau - er hätte jederzeit Kontakt mit den Drogen haben können.

Das Chemnitzer Amtsgericht verurteilte die 43-Jährige bereits zu zwei Jahren und neun Monaten Haft. Das war der mutmaßlichen Drogen-Mutter aber zu viel, sie ging in Berufung.

Am Mittwoch schwieg sie allerdings. Der Prozess wird am Freitag fortgesetzt, ein Urteil Mitte September erwartet. Bei einer Verurteilung drohen Kathrin S., die in der Haft eine Entziehungskur machen will, bis zu fünf Jahre Haft.

Foto: Harry Härtel


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