Menschenkette: Tausende Dresdner gedenken den Opfern der Bombennacht

Dresden - Erinnern, mahnen, versöhnen: Zum Gedenken an die Opfer der Bombennacht vom 13. Februar 1945 wie auch Opfern der Verbrechen von Nationalsozialismus und Krieg finden zahlreiche Veranstaltungen statt.

So soll die Menschenkette verlaufen.
So soll die Menschenkette verlaufen.  © ius, Katja

Zentral dabei die Menschenkette: Auftakt ist um 17 Uhr am Rathaus wo auch der OB spricht. 17.30 Uhr formieren sich die Teilnehmer (11.000 erwartet) entlang Pirnaischer Platz, Neumarkt, Altmarkt, Postplatz, Theaterplatz, Augustusbrücke, Königsufer, Carolaplatz, Rathenauplatz.

Um 18 Uhr der Zusammenschluss unter Glockengeläut bis 18.13 Uhr. Vor der Frauenkirche können bereits ab 15 Uhr Kerzen angezündet werden.

Linke wollen sich um 17.30 Uhr auf dem Altmarkt treffen, dort gegen eine Kundgebung der AfD demonstrieren. Eine Veranstaltung sei am Abend geplant, so ein AfD-Stadtrat am Dienstag.

Zudem kündigte das Bündnis Dresden Nazifrei an, eine ganztägige Mahnwache am Obelisken in Nickern abzuhalten, um Kranzniederlegungen von Neonazis zu verhindern.

Die Polizei rechnet am heutigen Mittwoch (sieben angemeldete Veranstaltungen) nicht mit Störungen, ist auch mit schlichtenden "Blauwesten" unterwegs.

Anders am Freitag, wo die Einsatzkräfte mit Blockadeversuchen gegen den rechten Aufmarsch rechnen. Dieser soll am Skaterpark an der Lingnerallee um 18.30 Uhr starten - linke Bündnisse wollen sich um 17.30 Uhr am Wiener Platz treffen.

Update 18.10 Uhr: Gegen 18 Uhr schloss sich die Menschenkette in der Dresdner Innenstadt. Wie die Stadt Dresden mitteilte, nahmen 11.500 Menschen, darunter Gäste aus Breslau und Coventry an diesem friedlichen Gedenken teil. „Wir suchen die aktive Auseinandersetzung, statt rückwärtsgewandter Ritualisierung. Nur so können wir erkennen, dass es natürlich noch immer und aktuell wieder Versöhnungslücken gibt. Das zerstörerische Feuer nationalistischer Strömungen in Deutschland, Großbritannien und Polen wird gerade auch von alten Ressentiments geschürt. Deshalb ist es unsere Aufgabe, diese Versöhnungslücken zu schließen. Symbolisch schließen wir sie in der Menschenkette, in die wir uns gleich gemeinsam einreihen, hatte Dresdens OB Dirk Hilbert zuvor bei der Eröffnung der Veranstaltung an der Goldenen Pforte des Rathauses gesagt.

In der Dresdner Innenstadt schloss sich die Menschenkette - wie hier am Neumarkt.
In der Dresdner Innenstadt schloss sich die Menschenkette - wie hier am Neumarkt.  © Hermann Tydecks
Auch der ehemalige sächsische Ministerpräsident Kurt Biedenkopf (89) reihte sich in die Menschenkette ein.
Auch der ehemalige sächsische Ministerpräsident Kurt Biedenkopf (89) reihte sich in die Menschenkette ein.  © Hermann Tydecks
Tausende Dresdner werden um 18 Uhr Hand in Hand gedenken.
Tausende Dresdner werden um 18 Uhr Hand in Hand gedenken.  © dpa/Hendrik Schmidt
Am Neumarkt vor der Frauenkirche können wieder Kerzen angezündet werden.
Am Neumarkt vor der Frauenkirche können wieder Kerzen angezündet werden.  © picture alliance/dpa

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