Unser Stadtfest war diesmal (fast) nicht zu toppen





Das Sicherheitskonzept zum Stadtfest ging auf. Heikle Zwischenfälle 
blieben aus.
Das Sicherheitskonzept zum Stadtfest ging auf. Heikle Zwischenfälle blieben aus.  © Andreas Weihs

Dresden - Bis auf einen Wolkenbruch samt Konzertabbruch herrliches Stadtfest-Wetter, trotz neuer Terroranschläge kaum Angst und Verunsicherung, zudem neue Stadtfest-Flächen, einige Stars, kaum Zwischenfälle: Diese Stadtfest-Bilanz kann sich sehen lassen.

Mehr Besucher: Weit über 500.000 Gäste strömten über das Stadtfest, deutlich mehr als im letzten Jahr.

Organisator Frank Schröder (48): „2016 dominierte die Angst vor Anschlägen. Punkt 21 Uhr gingen viele Besucher. Aktuell waren alle Areale bis 2 Uhr in der Nacht voll.“ Bester zählbarer Indikator:

Das Verkehrsmuseum registrierte im Vorjahr 12.000 Besucher, diesmal waren es 3000 mehr.

Mehr Sicherheit : Die Polizei war mit bis zu 120 Beamten pro Tag im Einsatz. Ähnlich viele private Sicherheitsleute waren unterwegs - eine Steigerung vom 30 Prozent. Frank Schröder: „Gerade auf den Party-Arealen waren viele zivile Streifen unterwegs“.

Mit Erfolg: Im Gegensatz zu den Vorjahren gab es laut einem Polizeisprecher „keine nennenswerten Einsätze“.

Max Giesinger („Wenn sie tanzt“) füllte den Theaterplatz bis zum letzten Platz.
Max Giesinger („Wenn sie tanzt“) füllte den Theaterplatz bis zum letzten Platz.  © Christian Juppe

Gerade genug Stars: Programmchef Bernd Aust (72): „Das Stadtfest hatte gute und schlechte Jahre. 2017 war eines der guten.“

Max Giesinger („Wenn sie tanzt“) füllte den Theaterplatz bis zum letzten Platz. Einzig ein Unwetter samt Konzertunterbrechung am Freitag konnte die Innenstadt kurz leeren.

Neue Flächen gut besucht: Wider Willen (weil die Augustusbrücke saniert wird) wurde das Stadtfest zum Altstadtfest. Der Rummel auf dem Volksfestgelände war, wie der Weg dahin entlang der Elbe, meist voller Besucher.

Der neue Parkplatz an der Messe war nie völlig ausgelastet, fast nur Gäste von auswärts leisteten sich die 7 Euro Parkgebühr.

Nur einer von vielen Höhepunkten beim Dresdner Stadtfest: Die Newcomer-Band „The Swinging Muffs“ sorgte gestern auf der DVB-Bühne auf dem Postplatz für ein begeistertes Publikum.

Beim letzten Song, „purple dream“, tobten die Fans. E-Gitarrist und Sänger Jan Kurfürst (17) freut sich: „Super, dass wir hier spielen durften. Ein tolles Publikum. Das war eine Ehre für uns.“

Das fanden die Stadtfest-Besucher besonders toll

Die gebürtige Brasilianerin Ada Weißhaupt (36) , mit Sohn Philip (11) genoss das Stadtfest. „Die Atmosphäre ist sehr angenehm. Es ist auch etwas ruhiger heute am Sonntag. Besonders schön ist, dass es viele Aktivitäten für Kinder gibt.“

© Eric Münch

Den Studentinnen Katharina (23) und Tatjana (24) hat besonders das Max-Giesinger-Konzert gefallen: „Das war super, tolle Stimmung. Auch die abends angestrahlten Gebäude sorgen für eine schöne Atmosphäre. Einziges Problem: Es ist alles ganz schön teuer.“

© Eric Münch

Der Student Nico (24) aus Berlin war zum ersten Mal auf dem Stadtfest in Dresden: „Die Weitläufigkeit ist angenehm. Das Wetter stimmt. Besonders gut gemacht fand ich das Winzer-Areal. Nur schade, dass es hier derzeit so viele Baustellen gibt.“

© Eric Münch

Christine Rietzschel (67) mag das Stadtfest und kommt jedes Jahr wieder: „Ich mag die vielen musikalischen Auftritte auf den Bühnen. Am besten gefiel mir der ökumenische Gottesdienst auf dem Theaterplatz.“

© Eric Münch

Die Dresdner Doreen Fiedler (18) und Chris Krebale (27) lieben Karussells und Co: „Wir mögen zum Beispiel Auto-Scooter. Von diesen Sachen könnte es gern noch mehr geben. Und vielleicht noch ein paar mehr Attraktionen für die Jugend.“

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