60.000 Euro Kurzarbeitergeld abgezockt? Hochland-Behr muss vor Gericht

Dresden - Streitbar und engagiert. Dafür ist Hans-Jürgen Behr (71) bekannt. Jahrelang war er Ortsvorsteher in Weißig. Inzwischen agiert der ehemalige Unternehmer aus der zweiten Reihe als stellvertretender Orts-Chef.

Hans-Jürgen Behr (71).
Hans-Jürgen Behr (71).  © Steffen Füssel

Am Mittwoch muss Behr vorm Amtsrichter in Dresden antreten. Der Staatsanwalt wirft ihm Betrug in zehn Fällen vor. Es geht um 60.000 Euro.

Demnach soll "Hochland-Behr" von Herbst 2010 bis Mai 2012 bei der Arbeitsagentur Kurzarbeitergeld beantragt haben. Er war seinerzeit Geschäftsführer eines Baustoffhandels in Weißig. So weit, so gut.

Allerdings habe Behr die Arbeitszeiten seiner Mitarbeiter falsch angegeben. So seien an die Firma 60.000 Euro zu viel und zu Unrecht ausgezahlt worden. Der Richter will den Fall zwei Tage verhandeln.

Behr war schon mal im Fadenkreuz der Justiz: Gegen ihn wurde ermittelt, weil bei der Kita-Sanierung im Hochland illegal Asbest entsorgt wurde. Das Verfahren wurde eingestellt, weil Behr im Gegenzug 3000 Euro zahlte.


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