Verkehrsminister Dulig gerät wegen Dauer-Chaos auf A4 unter Beschuss

Dresden - Auch Politiker leiden unter dem A 4-Dauerstau: Kultusminister Christian Piwarz (42, CDU) verpasste einen Termin in Dresden. CDU-Fraktions-Vize Georg-Ludwig von Breitenbuch (46) stand die Woche vier Mal mehr als 30 Minuten im Stau. "Es ist ein Unding, dass halb Sachsen still steht, wegen ein paar schlecht geplanter Baustellen."

Inzwischen Stau wohin das Auge reicht auf der A4 bei Dresden.
Inzwischen Stau wohin das Auge reicht auf der A4 bei Dresden.  © Norbert Neumann

Er erwarte von den Behörden eine Lösung. Breitenbuch: "Passiert das nicht, ist Verkehrsminister Dulig politisch verantwortlich."

Er fordert, dass alle Lkw auf die rechte Spur müssen. "Das muss kontrolliert werden."

Das Problem sind gleich zwei Baustellen zwischen Dresden und Wilsdruff. Die Verkehrslage sei problematisch, räumte Minister Martin Dulig (44, SPD) ein.

Doch Besserung ist nicht in Sicht: Der Bauvertrag samt Zeitplanung ist verbindlich. Änderungen würden durch die nötige Koordination zu längeren Bauzeiten führen. Ein Sprecher: "Unabhängig davon verpuffen alle getroffenen Maßnahmen, sobald sich ein Unfall ereignet."

Zuständig für die Baustellenplanung ist das Landesamt für Straßenbau und Verkehr in Abstimmung mit anderen Behörden. Wegen des dichten Verkehrs gebe es im Baustellenbereich ja schon je drei Spuren, so das Ministerium.

Nachtbaustellen seien möglich, aber hier nicht geplant. Denn es gehe immer um den optimalen Bauablauf - und Sicherheit, insbesondere nachts. Ein Verbot für Lkw, die Autobahn zu verlassen, sei im Übrigen nicht rechtens. Und auch das Rechtsfahrgebot gelte bereits.


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0