Nach der Zerstörung von Lebensräumen: So drastisch steuert Dresden jetzt für die Natur dagegen

Dresden - In den letzten Jahrzehnten haben sich die Felder am Rand von Dresden gravierend geändert. Großflächig wurden Felder und Wiesen zusammengelegt und Gewässer in Rohre verbannt. Hecken und Feldraine mussten weichen. Jetzt steuert Dresden um.

Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (53, Grüne).
Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (53, Grüne).  © Petra Hornig

Neue Gehölz-Biotope entstanden zuletzt in Langebrück und in Schönborn. Dort wurden an der Liegauer Straße zum Beispiel für 104.000 Euro 6.800 Sträucher und 100 Bäume gepflanzt und bisher regelmäßig gepflegt. Zudem mussten Flächen angekauft werden. Insgesamt umfasst das Programm 20 Einzelmaßnahmen.

„Indem wir Hecken und Baumreihen pflanzen, schaffen wir Lebensraum für Tiere und Pflanzen und erhöhen den Wert der Landschaft für die Bevölkerung. Zum Beispiel laden Holunder oder Brombeere auch dazu ein, für den Eigenbedarf zu sammeln“, so Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (53, Grüne).

Die Hecken sollen jedoch vor allem Feldhasen und Spitzmaus Deckung bieten. Singvögel wie der geschützte Neuntöter, Feldsperling oder die bedrohte Dorngrasmücke nisten dort. Aktuell würden solche Gehölze beispielsweise als Winterquartier für Igel, Feldkäfer oder Spitzmaus dienen.


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0