Abgebrochene Bomben-Evakuierung in Dresden: Jetzt kommt raus, dass es doch einen Blindgänger gab!

Dresden - Es drohte bereits der Ausnahmezustand in Dresden: Am 23. Oktober sollten rund 15.700 Menschen ihre Wohnungen wegen einer mutmaßlichen Weltkriegsbombe im Ostra-Gehege verlassen (TAG24 berichtete). Doch dann in letzter Sekunde Entwarnung: Es war nur ein Wasserrohr. Monate später kommt jetzt heraus, dass es doch einen Blindgänger gab!

Unter einer asphaltierten Zufahrt am Messering im Dresdner Ostragehege wurde eine Bombe vermutet.
Unter einer asphaltierten Zufahrt am Messering im Dresdner Ostragehege wurde eine Bombe vermutet.  © Jürgen-M. Schulter

Das teilte die Polizeidirektion Dresden am Montagnachmittag mit. Demnach wurden am späten Freitagnachmittag in der Ostra-Allee Reste eines Abwurfbehälters für Stabbrandbomben sowie Reste von verbrannten Stabbrandbomben gefunden.

Genau an jenem Ort, der sich in der Nähe des Messegeländes befindet, hatte im vergangenen Oktober das Wasserrohr für den großen Wirbel gesorgt.

Über die Stadtteile Friedrichstadt, Pieschen, Leipziger Vorstadt, Mickten und Übigau sollte damals ein Sperrbezirk errichtet werden, den nur Einsatzkräfte hätten betreten sollen.

Zehn Kitas und acht Schulen hätten aufgrund der geplanten Evakuierung geschlossen bleiben sollen. Außerdem wurden Notunterkünfte vorbereitet. Eine DVB-Hotline und ein Bürgertelefon sollten für die Dresdner ebenfalls eingerichtet werden, als plötzlich die Entwarnung kam.

Mit ihr war die Arbeit für den Kampfmittelbeseitigungsdienst jedoch alles andere als abgeschlossen.

Kampfmittelbeseitigungsdienst hatte am Ende doch recht

Nach der "Rohrbombe" wurde der Kampfmittelbeseitigungsdienst doch noch fündig.
Nach der "Rohrbombe" wurde der Kampfmittelbeseitigungsdienst doch noch fündig.  © Steffen Füssel

Umfangreiche Abstimmungen und weitere Genehmigungen waren zur vollständigen Absuche der Fläche erforderlich. Unter anderem musste die Genehmigung eingeholt werden, dass durch die Räumfirma eine weitere Wasserleitung (Stahlguss) entfernt werden durfte.

Kaum war die Wasserleitung entfernt, wurden direkt darunter die Reste des Transportbehälters mit den verbrannten Stabbrandbomben gefunden. Allerdings ging von diesen Kampfmittelresten keine Gefahr mehr aus. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst transportierte diese dann ab.

So kommt nun Monate später heraus, dass der Verdacht des Kampfmittelbeseitigungsdienstes auf einen Blindgänger sich schlussendlich doch noch als richtig erwies.

Jetzt fand die Geschichte allerdings wirklich zu einem Abschluss und die Dresdner brauchen sich in dieser Hinsicht keine Sorgen mehr zu machen, dass noch eine Gefahr bestehen könnte.

Mit dieser Twitter-Nachricht informierte die Polizei über den Abbruch der Evakuierung

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