ADAC Sachsen fordert mehr Überholverbote und Kontrollen

Dresden - Immer wieder knallt es auf Sachsens Autobahnen. Wegen der vielen Unfälle fordert der ADAC Sachsen nun noch mehr Überholverbote für Lkws!

In Sachsen gibt es bereits zahlreiche Abschnitte mit Lkw-Überholverbot - zum Teil temporär.
In Sachsen gibt es bereits zahlreiche Abschnitte mit Lkw-Überholverbot - zum Teil temporär.  © dpa/Federico Gambarini

Im März hatte das Verkehrsministerium für sechs neue Abschnitte von A4, A14 und A72 Lkw-Überholverbote angekündigt.

ADAC-Vorstand Helmut Büschke reicht das aber noch nicht. "Wir vertreten die Auffassung, dass insbesondere auf der A14 mehr Schritte in diese Richtung erforderlich sind."

Konkret will er zwischen der Muldenbrücke bei Grimma und dem Dreieck Parthenaue das Überholverbot auf 6 bis 19 Uhr verlängern. Zudem die räumliche Ausweitung auf den Abschnitt Döbeln-Ost bis Dreieck Nossen - in beide Richtungen.

Derzeit gilt auf 190 Autobahn-Kilometern in Sachsen ein Überholverbot - zeitlich begrenzt oder komplett, so das Verkehrsministerium. "Weitere Anordnungen sind derzeit nicht geplant. Das Verkehrsgeschehen wird jedoch weiterhin intensiv überwacht", so eine Ministeriumssprecherin.

Durchgängige Überholverbote über weite Streckenabschnitte seien zudem kontraproduktiv, weil lange Pulks entstünden, die sich nur langsam auflösten.

Der ADAC mahnt derweil an, auch die Einhaltung der Verbote zu kontrollieren. Dafür ist die Polizei zuständig. Wie oft solche Abschnitte kontrolliert werden, blieb gestern unklar.

ADAC-Vorstand Helmut Büschke.
ADAC-Vorstand Helmut Büschke.  © Eric Münch

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