Adventskonzert im Stadion: So heizen sich die Kruzianer ein

Dresden - Doch beim Adventskonzert des Dresdner Kreuzchores im Dynamo-Stadion fragen sich Zehntausende Besucher regelmäßig: Wie stehen die jungen Sänger den langen Auftritt in der Kälte nur durch?

Rund 25.000 Besucher freuen sich jährlich über das Adventskonzert im Dynamo-Stadion.
Rund 25.000 Besucher freuen sich jährlich über das Adventskonzert im Dynamo-Stadion.  © Eric Münch

Jetzt ist das Geheimnis gelüftet: mit beheizbarer Unterwäsche!

Schon vier Mal haben die Kruzianer bei ihrem Freiluft-Adventskonzert für besinnlich-fröhliche Stimmung gesorgt.

Die eingemummelten Besucher hatten es da leicht, sie konnten sich mit Bratwurst und Glühwein gegen Bibber-Temperaturen wappnen. Das werden sie sicher auch bei der fünften Auflage am kommenden Donnerstag tun. Derweil stehen die Sänger anderthalb Stunden auf der Bühne. Trotzdem müssen sie nicht frieren.

Denn die Jungen werden mit beheizbarer Unterwäsche der Firma "warmX" aus Apolda ausgestattet. Das High-Tech-Leibchen kommt zum dritten Mal zum Einsatz. Uwe Grüner, Verwaltungsdirektor des Kreuzchores:

"Die Erfahrung der ersten beiden Konzerte hatte gezeigt, dass es trotz beheizter Bühne einfach zu kalt für die Jungs ist."

Tina Großer, Schneiderin des Kreuzchores, sorgt dafür, dass die Jungs auch gut aussehen.
Tina Großer, Schneiderin des Kreuzchores, sorgt dafür, dass die Jungs auch gut aussehen.  © Amac Garbe

Abhilfe verschafft ein Unterhemd mit Heizung. "warmX"-Geschäftsführer Christoph Müller erklärt: "Es funktioniert ganz ohne Drähte. Wir haben stattdessen einen versilberten Faden eingestrickt, der Strom leitet." Versorgt und geregelt wird der Stromkreis von einem Mini-Akku mit Mikroprozessor und Speicher. Drei Heizstufen gibt es, die höchste erreicht etwa 38 bis 40 Grad.

Darüber sorgt Kreuzchor-Schneiderin Tina Großer für wärmenden Zwiebellook: "Zuerst kommt das typische weiße Hemd, dann ein Pullover und dann noch eine Fleece-Jacke plus Mütze." Erstmals tragen wird das beheizbare Unterhemd Kruzianer Lukas Neumann (16), der zuletzt wegen Stimmbruchs pausieren musste. Der Tenor sagt: "Ich hoffe, es ist nicht zu schwer und stört beim Notenhalten und Singen."

Seine Sorge ist wohl unbegründet, zwei Mal hat es schließlich schon funktioniert. Verwaltungsdirektor Grüner: "Es hat die Stimmungslage erheblich erhöht, für die Jungs ist das eine große Verbesserung." Zumal das Thermometer am 20. Dezember nur auf ein Grad steigen soll, weniger noch als in den Vorjahren.

120 Sänger werden dann auf der Bühne im Rudolf-Harbig-Stadion stehen, rund 25 000 Besucher werden erwartet. Konzertbeginn ist um 18 Uhr, Restkarten (ab 15 Euro) gibt es noch.

Kreuzchor-Tenor Lukas Neumann (16) zeigt es: Unter ihrer Winterkleidung tragen die Sänger beheizbare Unterwäsche.
Kreuzchor-Tenor Lukas Neumann (16) zeigt es: Unter ihrer Winterkleidung tragen die Sänger beheizbare Unterwäsche.  © Amac Garbe

Titelfoto: Amac Garbe


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