Nutzt Petry ihr Baby für den AfD-Wahlkampf aus?

Laut "Spiegel Online" soll es sich bei dem Kind um das echte Baby von Frauke Petry (42) handeln.
Laut "Spiegel Online" soll es sich bei dem Kind um das echte Baby von Frauke Petry (42) handeln.

Dresden - Frauky Petry (42) bereitet ihr Comeback für den Wahlkampf vor und lässt sich dafür mit ihrem Neugeborenen auf AFD-Wahlplakaten ablichten. Parteifreunde sind empört, berichtet "Spiegel Online".

Sie hätte sich besser auf ihr Bauchgefühl verlassen sollen: Frauke Petry hat sich offenbar monatelang gegen diese Idee gesträubt, bis sie gegenüber ihrem "creative director" Thor Kunkel (53) nachgab, so "Spiegel Online".

Die kühl wirkende Parteichefin soll mit den neuen Plakaten einen Imagewechsel vollziehen. Von der knallharten Chemikerin zur warmherzigen Mutter. Und nach Spiegel-Informationen handelt es sich bei dem Baby auf ihrem Arm tatsächlich um Sohn Ferdinand.

"Und was ist ihr Grund für Deutschland zu kämpfen?", so der Slogan neben dem Plakat.

Ein Twitter-User reagierte prompt mit dieser frechen Foto-Montage.
Ein Twitter-User reagierte prompt mit dieser frechen Foto-Montage.

Auf diese Frage gibt es auf Twitter bereits erste Antworten, so kursiert dort eine Fake-Variante des Bildes, auf dem Sohn Ferdinand in ein schwarzes Kind "umgefärbt" wurde.

Es ist höchst ungewöhnlich, dass ein Politiker in Deutschland sein eigenes Kind für den Wahlkampf instrumentalisiert. Und genau darauf zielt Petry sehr wahrscheinlich ab.

Sie muss dringend Aufmerksamkeit generieren, um sich gegen ihre internen Widersacher, die Spitzenkandidaten Alexander Gauland (75) und Alice Weidel (38) zu behaupten.

Das Poster sorgte in der Bundesvorstandssitzung von Freitag bereits für Streit in der Parteispitze, als Thor Kunkel dort die neuen Plakate präsentierte.

Co-Chef Jörg Meuthen (56) lehnte das Motiv vehement ab und wollte sogar eine AFD-Fanshop-Veröffentlichung verhindern, was ihm jedoch nicht gelang.

Auffällig zurückhaltend agierten Gauland und Weidel in der Diskussion. Gauland betonte sogar öffentlich, dass er sich mehr Präsenz von Frauke Petry im Wahlkampf wünsche. Die hat er jetzt.


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