Parteigegner wollen AfD-Petry den Listenplatz wegnehmen

Frauke Petry (42) muss sich erneut gegen Kritiker aus den eigenen Reihen wehren.
Frauke Petry (42) muss sich erneut gegen Kritiker aus den eigenen Reihen wehren.  © DPA

Dresden - Parteigegner von Frauke Petry (42) wollen der AfD-Politikerin den ersten Platz auf der sächsischen Landesliste für die Bundestagswahl streitig machen. Damit dies geschieht, soll der Landesparteitag in Weinböhla vom 26. März 2017 für ungültig erklärt werden.

An diesem Tag wurde die Landesliste zusammengestellt. Einem Bericht des MDR zufolge hat die ehemalige AfD-Frau Uta Nürnberger beim Dresdner Amtsgericht einen Antrag auf einstweilige Verfügung gegen den Landesvorstand eingereicht.

Nürnberger beschwert sich, nicht zum Parteitag gelangt zu sein, weil sie bei der Einlasskontrolle daran gehindert wurde. Dort wollte das Ex-Parteimitglied als Gegenkandidatin für Petry kandidieren.

Der stellvertretende AfD-Landesvorsitzende Thomas Hartung (55) hat inzwischen eidesstattlich versichern lassen, dass Nürnberger zwar zurückgehalten wurde, da sie weder Parteimitglied noch Journalistin sei, sie später jedoch die Veranstaltung betreten durfte und dort erfolglos kandidiert habe.

Auf Nachfrage des Mitteldeutschen Rundfunks soll das Dresdner Landgericht Nürnbergers Antrag auf einstweilige Verfügung bereits zurückgewiesen haben. Gegen dieses Urteil hat Nürnberger Beschwerde eingereicht.

Die Entscheidung liegt nun beim Oberlandesgericht.


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