AfD-Vogels Endbrechnung: Eine Fraktion zerlegt sich selbst

Dresden - Was bleibt, ist ein einziger Scherbenhaufen. Nachdem die AfD-Fraktion im Stadtrat sich bereits seit langer Zeit mit Wonne selbst zerlegt, folgt nun die große Endabrechnung. Am 26. Mai wird ein neuer Stadtrat gewählt.

Stefan Vogel (61) ist verbittert. Partei und Fraktion will er aber nicht verlassen.
Stefan Vogel (61) ist verbittert. Partei und Fraktion will er aber nicht verlassen.  © Steffen Füssel

"Ich schäme mich und entschuldige mich jeweils fremd bei allen Bürgern und Wählern", sagt Fraktionschef Stefan Vogel am Mittwoch. Der 61-Jährige ist verbittert.

Statt mit Kompetenz zu punkten, habe sich die Fraktion in einer Dauerfehde zerlegt und der Arbeitsfähigkeit beraubt, kurz: nichts geleistet. Er selbst habe Mobbing und Benachteiligung erfahren. Verlassen will er die Fraktion aber nicht.

Tatsächlich zerfiel die Fraktion mitten in der Legislatur: Auf der einen Seite AfD-Landeschef Jörg Urban (54) und unter anderen Stadtrat Gordon Engler (33), auf der anderen Vogel und Fraktionsgeschäftsführer Harald Klaebe (60).

Die Kündigung Klaebes durch den "Urban-Flügel" beschäftigte lange Zeit die Gerichte. Vogel wurde intern die Fraktionsführung abgesprochen. Als Retourkutsche wirft er ihnen nun "Filz und Vetternwirtschaft" vor.

Urban und Engler äußerten sich Mittwoch auf Nachfrage nicht. Dafür teilte Klaebe mit, dass er aus der AfD austritt. Vogel bleibt drin.

Mehr zum Thema Dresden Politik:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0