Tunesier schlug mit Axt auf seinen Freund ein

Dresden - Ahmed L. (41) schlug aus Angst in der Erstaufnahme-Einrichtung in Dresden mit der Axt auf einen Mitbewohner ein. Nicht das einzige Mal, dass der Tunesier ausrastete. Deshalb ist beim Prozess am Landgericht Dresden auch ein Gutachter anwesend.

Ahmed L. (41) schlug mit der Axt zu.
Ahmed L. (41) schlug mit der Axt zu.  © Peter Schulze

"Mein Freund brachte die anderen im Heim gegen mich auf", berichtet Ahmed von jenem Tag im Oktober.

"An dem Tag traute ich mich nicht mal in den Speisesaal."

Er habe sich mit der Axt ins Bett gelegt. "Mein Freund kam und hatte Pfefferspray in der Hand. Da habe ich zuerst zugeschlagen."

Drei Hiebe, so die Anklage, trafen das Opfer. Zwei am Kopf, einer am Bein.

Tage zuvor gab es in der Nähe des Heims auf der Straße Zoff unter Flüchtlingen. Die Polizei fixierte einen Randalierer am Boden.

"Unvermittelt", so der Staatsanwalt, "kam der Angeklagte dazu und trat dem Mann gegen den Kopf."

Die Justiz geht von einer verminderten Schuldfähigkeit aus. Sollte sich das bestätigen, müsste Ahmed nicht ins Gefängnis, sondern in eine Psychiatrie. Urteil folgt.

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