Nach Aktion in Bibliothek: Studenten-Protest gegen die AfD geht weiter

Dresden - Die Besetzung ist vorbei, doch Ruhe geben die Studenten, die Ende Mai die Bibliothek der Hochschule für Bildende Künste (HfBK) keine: Am Freitag zogen sie vor die Geschäftsstelle der Dresdner AfD, protestierten dort gegen deren geplante Kulturpolitik.

Als Hasken maskiert zogen die Studenten vor das AfD-Büro.
Als Hasken maskiert zogen die Studenten vor das AfD-Büro.  © privat

"Aktion Nicht Neutral" nennt sich das Grüppchen, das mit dem Protest gegen die Bibliotheksleiterin Barbara Lenk Ende Mai für bundesweites Aufsehen sorgte (TAG24 berichtete).

Lenk hatte bei den Kommunalwahlen für die rechtspopulistische AfD kandidiert, für die Studenten ein Skandal.

Sie befürchteten unter anderem, dass persönliche Daten bei militanten Rechtsextremisten landen könnten.

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Nachdem die Hochschule einer Forderung der Besetzer nachkam und ein Statement des Stundentenrats auf der Homepage veröffentlichte, setzten die Aktivisten die Besetzung aus.

Freitag nun zogen sie als Hasen maskiert vor das AfD-Büro, stellten Warndreiecke auf und legten einen "politischen Liebesbrief" der freien Kunst an die Gesellschaft aus.

"Wir können eine solche Kulturpolitik nicht unwidersprochen lassen", erklärt Sprecher Alex Bauer die Aktion.

"Einer rechtspopulistischen Partei, sollte dieses Feld nicht überlassen werden. Internationalität und Freiheit der Kunst sind nicht verhandelbar."

Titelfoto: privat

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