Er setzte sich für den Wiederaufbau der Frauenkirche ein: Alan Russell ist tot

Dresden - Die Dresdner Frauenkirche hat nach Nobelpreisträger Günther Blobel (1936-2018) einen weiteren prominenten Unterstützer verloren.

 Alan Russell, hier im Jahr 2012 in der Kreuzkirche, starb jetzt im Alter von 86 Jahren.
Alan Russell, hier im Jahr 2012 in der Kreuzkirche, starb jetzt im Alter von 86 Jahren.  © Thomas Türpe

Alan Russell, Gründer des britischen Dresden Trust zur Unterstützung des Wiederaufbaus, starb am 6. Februar mit 86 Jahren, wie die Stiftung Frauenkirche am Freitag mitteilte. Er habe sich "mit Herz und Verständnis" für das Gotteshaus eingesetzt, würdigten die Stiftung und die Fördergesellschaft ihr Ehrenmitglied.

Der evangelische Landesbischof Carsten Rentzing, Vorsitzender des Stiftungskuratoriums, würdigte Russell als "herausragenden Versöhner und Brückenbauer". Ludwig Güttler, Ehrenvorsitzender der Fördergesellschaft, hob dessen Verbundenheit zur Frauenkirche und zu Dresden hervor, die er "tief in seinem Herzen" getragen habe.

Der gebürtige Londoner Russell hatte die deutschen Angriffe auf die Metropole erlebt und warb zeitlebens für Versöhnung. 1993 hatte der promovierte Historiker und Volkswirt den Dresden Trust ins Leben gerufen und den Herzog von Kent als Schirmherrn gewonnen.

Der Verein warb weltweit über eine Million Euro an Spenden ein und finanzierte das neue goldene Turmkreuz für das wiedererstandene Gotteshaus. Der frühere Diplomat in Malawi engagierte sich auch für grüne Projekte in Dresden.

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